Erdoğan: „Israel wird Preis für Völkermord in Gaza zahlen“ Photo: AA (AA) (Others)
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Zum ersten Jahrestag des Beginns des israelischen Vernichtungskriegs in Gaza hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erneut Israel für seine Gräueltaten verurteilt. Israel werde „früher oder später den Preis für diesen seit einem Jahr andauernden Völkermord (in Gaza) zahlen“, erklärte Erdoğan am Montag im Onlinedienst X.

„Es sind nicht nur Frauen, Kinder, Babys, unschuldige Zivilisten, die im Gazastreifen, in Palästina und jetzt im Libanon sterben; es ist auch die Menschheit, die Institutionen, die der Menschheit dienen sollen, das internationale System. Es ist eigentlich die gesamte Menschheit, alle Hoffnungen der Menschheit für die Zukunft, die vor den Augen der Welt, live im Fernsehen, seit genau einem Jahr massakriert werden“, schrieb Erdoğan auf X.

Der türkische Präsident ist seit Beginn des Krieges im Gazastreifen einer der schärfsten Kritiker Israels. Die Hamas betrachtet Erdoğan als eine Widerstandsgruppe, die die von Israel besetzten palästinensischen Gebiete verteidigt. Den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu vergleicht er mit Adolf Hitler. Er betonte am Montag erneut die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorgehens gegen Israel: „So wie die gemeinsame Allianz der Menschheit Hitler gestoppt hat, werden (der israelische Premierminister Benjamin) Netanjahu und sein Mörder-Netzwerk auf die gleiche Weise gestoppt werden.“

Israelischer Vernichtungskrieg in Gaza

Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der palästinensischen Widerstandsorganisation Hamas am 7. Oktober einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Erklärtes Ziel ist die Zerschlagung der Hamas, doch es wurden bislang Zehntausende Zivilisten getötet.

Humanitäre Hilfslieferungen werden von Israel behindert. Fast zwei Millionen Menschen wurden gezwungen, in den Süden zu flüchten. Doch auch dort sind sie israelischen Angriffen ausgesetzt. Zudem herrscht eine akute Hungerkrise, die Hungertote fordert.

Nach palästinensischen Angaben wurden in Gaza seit dem 7. Oktober mehr als 41.909 Menschen getötet und mehr als 97.303 verletzt. Die Zahl könnte weit höher sein, da noch viele Tote unter den Trümmern liegen und nicht geborgen werden können. Beim Großteil der Todesopfer handelt es sich laut örtlichen Berichten um Frauen und Kinder.

TRT Deutsch und Agenturen
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