Im Süden des Irans ist es örtlichen Medienberichten zufolge im Bereich der Straße von Hormus zu Explosionen gekommen. Betroffen seien die Insel Gheschm in der Meerenge sowie die Städte Sirik und Minab, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Mittwoch unter Berufung auf amtliche Quellen. Die Explosionen hätten sich auf dem Meer ereignet, hieß es weiter. Die Ursache der Explosionen sowie die genaueren Umstände blieben zunächst unklar.
Das US-Militär hatte zuletzt mehrfach iranische Öltanker in der Straße von Hormus oder angrenzenden Gewässern angegriffen. Es reagierte damit nach eigener Darstellung auf Vergeltungsschläge der Iranischen Revolutionsgarden auf US-Kriegsschiffe in der Region.
Die USA und Israel hatten den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran Ende Februar begonnen. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Der Krieg und die israelischen Angriffe auf den Libanon haben Tausende Menschen getötet und Millionen in die Flucht getrieben. Achtzehn US-Soldaten sind in dem Konflikt getötet worden. Der Iran meldete zuletzt im Juni mehr als 3.500 Tote und Tausende Verletzte.
Der Angriffskrieg hat zu einer Teilblockade der Straße von Hormus durch den Iran geführt, durch die vor dem Konflikt etwa ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls transportiert wurde. Entsprechend ist der Ölpreis deutlich gestiegen. Die USA blockieren ihrerseits iranische Häfen.




















