Türkiye hat einen mutmaßlichen Drohnenangriff der jemenitischen Huthi-Miliz nahe der für Muslime heiligen Stadt Mekka scharf verurteilt. Das geht aus einem Statement des türkischen Außenministeriums vom Mittwoch hervor. Ankara fordere, „dass diese Angriffe, die auch die regionale Stabilität und Sicherheit bedrohen, unverzüglich eingestellt werden und dass alle Maßnahmen, die auf eine weitere Eskalation der Spannungen abzielen, vermieden werden“, hieß es in der Erklärung. Zudem bekräftigte das Ministerium die Unterstützung von Türkiye für die „Souveränität, territoriale Integrität und Sicherheit Saudi-Arabiens“.
Auch der türkische Kommunikationsdirektor Burhanettin Duran verurteilte den Angriffsversuch, „der auf die Heiligkeit und Sicherheit“ von Mekka abgezielt habe. Angriffe auf islamische Heiligtümer verletzten „das kollektive Gewissen“ der muslimischen Welt, erklärte Duran am Mittwoch auf der Plattform X. Der Schutz von „Frieden und Sicherheit in Mekka“ sei für Muslime eine gemeinsame Priorität.
Saudi-Arabien wehrt Drohne bei Mekka ab – Huthi-Miliz dementiert
Die saudi-arabische Luftabwehr hatte nach Militärangaben vom Mittwoch nahe der heiligen Stadt Mekka eine Drohne der jemenitischen Huthi-Miliz abgefangen. Das unbemannte Flugobjekt wurde demnach im Süden der Stadt zerstört. Turki al-Maliki, der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, welches im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft, bezeichnete den Angriff auf der Plattform X als „schändliche Tat“.
Ein Huthi-Vertreter wies den Vorwurf zurück. „Die Behauptung, Mekka sei das Ziel gewesen, ist eine abgedroschene Lüge, die schon früher verbreitet wurde und inzwischen niemanden mehr täuscht“, schrieb Hesam al-Assad auf X.
Bereits am Dienstag hatten die Behörden in der Pilgerstadt eine Warnung ausgegeben. Die Menschen sollten ruhig bleiben und offizielle Anweisungen befolgen, teilte der saudische Zivilschutz mit.



























