TÜRKİYE
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Iran-Krieg: Konferenz auf türkisch-deutsche Initiative
Die Verhandlungen über eine Öffnung der Straße von Hormus stocken. Nun ergreifen Türkiye und Deutschland die Initiative. Bei einem Treffen in Istanbul soll es auch um ein weiteres Thema gehen.
Iran-Krieg: Konferenz auf türkisch-deutsche Initiative
Iran-Krieg: Konferenz auf türkisch-deutsche Initiative / Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Auf türkisch-deutsche Initiative wollen Europäer an diesem Sonntag in Istanbul mit Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten über Lösungen für die im Iran-Krieg teils blockierte Straße von Hormus beraten. Das Treffen der Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit den Kollegen komme auf Initiative von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan zustande, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen am Donnerstag in Berlin. 

Bei den Beratungen soll es nach diesen Informationen um regionale Fragen wie die Sicherheit und die Freiheit der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus gehen. Nachdem die von den USA betriebenen Verhandlungen über ein Ende des Iran-Krieges stocken, wird von dem Treffen in Türkiye auch eine gewisse Signalwirkung auf Washington erwartet.

Rund ein halbes Jahr nach Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran steckt der Konflikt in einer Sackgasse. Iranischen Medienberichten zufolge stand bei den Gesprächen mit dem Oman vor allem eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus im Fokus. Der Iran fordert dafür von der US-Regierung Zugeständnisse, wie sie in einem Rahmenabkommen im Juni vereinbart worden waren. US-Präsident Donald Trump will den Iran derweil mit einem „Wirtschaftskrieg“ unter Druck setzen.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran begonnen. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion.

Ein Mitte Juni vereinbartes Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sollte eine dauerhafte Waffenruhe, eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus und eine langfristige Friedenslösung bringen. Es sah eine 60-Tage-Frist vor, um die besonders umstrittenen Themen wie den Umgang mit Irans Atomprogramm zu klären. Die Kämpfe gingen jedoch weiter. Diese Frist ist inzwischen abgelaufen, es wurden aber keine wesentlichen Fortschritte auf diplomatischer Ebene gemacht. Beim NATO-Gipfel Anfang Juli erklärte US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe schließlich für beendet.

Auch Getreideexport aus der Ukraine Thema

Zum anderen soll in Istanbul auch über die Situation im Schwarzen Meer geredet werden. Dort stockt angesichts des Russland-Ukraine-Kriegs der Getreideexport aus der Ukraine. Hier zu einer Lösung zu kommen, liege im Interesse aller Teilnehmer der Konferenz, hieß es in Berlin. So sei Türkiye ein wichtiger Verarbeiter ukrainischen Getreides, Pakistan und Ägypten seien wiederum große Abnehmer von Getreide und Getreideprodukten aus der Ukraine.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen