TÜRKİYE
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Erdoğan ruft islamische Welt zu Einheit auf
Der türkische Präsident ruft die muslimischen Staaten zu mehr Zusammenarbeit auf. Zudem kritisiert Erdoğan Israels Aggression in der Region und warnt vor einer weiteren Destabilisierung.
Erdoğan ruft islamische Welt zu Einheit auf
Istanbul, Türkiye, 28.08.2026 / Foto: Mustafa Kamacı/TCCB via AA

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die islamische Welt zur Einheit aufgerufen. Ankara arbeite daran, Bündnisse zu stärken und Differenzen zwischen den muslimischen Staaten abzubauen, sagte Erdoğan am Freitag bei einer Veranstaltung in Istanbul.

Er hoffe, dass sich die Muslime, die die Geschichte über Jahrhunderte geprägt hätten, wieder „wie Ziegel in einer Mauer“ vereinten. Die islamische Welt müsse ihre Rechte verteidigen und gemeinsam für Frieden und Sicherheit in der Region eintreten, betonte Erdoğan.

Deutliche Kritik an Israel

Mit Blick auf Israels brutales Vorgehen im Nahen Osten fand der türkische Präsident deutliche Worte für die Regierung unter Benjamin Netanjahu. Er warf Israel vor,  den Nahen Osten destabilisieren zu wollen. „Die derzeitige, kriegsbesessene Regierung Israels versucht mit allen möglichen Provokationen, die gesamte Region zu destabilisieren“, sagte Erdoğan. Die zionistische Ideologie bedrohe nicht nur den Frieden in den Nachbarstaaten, sondern richte sich gegen alle, die sich für Frieden und Menschlichkeit einsetzten.

Erdoğan warf der internationalen Gemeinschaft vor, nicht entschieden genug gegen die israelischen Gräueltaten in Gaza vorzugehen. Der Gazastreifen sei zum „größten Kinderfriedhof der Welt“ geworden. Die Palästinenser kämpften unter schwierigsten Bedingungen ums Überleben und hätten kaum Zugang zu grundlegenden Gütern.

Erdoğan thematisierte auch die Lage im Libanon. Dort seien durch israelische Angriffe mehr als 4.000 Menschen getötet und mehr als 12.000 weitere verletzt worden. Bei den Todesopfern handele es sich überwiegend um Frauen und Kinder. Zudem seien 1,3 Millionen Menschen vertrieben worden. 

Erdoğan betonte, Ankara werde sich weiterhin gegen die expansionistischen Bestrebungen des Zionismus einsetzen, um Frieden und Sicherheit in der Region zu gewährleisten.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen