Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat in Telefonaten mit seinen Amtskollegen aus Ägypten und Saudi-Arabien über die Lage im Nahen Osten beraten. „Wir haben die Probleme bei der Umsetzung des Gaza-Friedensplans und mögliche Schritte erörtert“, schrieb Fidan am Donnerstag auf der türkischen Online-Plattform NSosyal. Alle drei Länder würden ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen, um Frieden und Wohlstand in der Region zu fördern, fügte er hinzu.
Bei getrennten Telefonaten mit Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty und dem saudischen Außenminister Faisal bin Farhan Al Saud ging es laut Fidan um die Umsetzung des Gaza-Friedensplans, die Lage in Syrien und die Entwicklungen in der Straße von Hormus. Zudem hätten die Minister den Stand der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran erörtert und ihre Unterstützung für Frieden und Stabilität in Palästina bekräftigt.
Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund erneuter israelischer Angriffe im Gazastreifen statt, bei denen nach örtlichen Angaben auch Frauen und Kinder getötet wurden.
Türkiye, Ägypten und Katar verurteilten am Donnerstag die jüngsten Angriffe Israels in einer gemeinsamen Erklärung. Die drei Vermittlerstaaten äußerten sich darin „zutiefst besorgt“ über die anhaltenden Verstöße gegen die Waffenruhe. Die Angriffe Israels würden die internationalen Bemühungen um eine Beendigung des Gaza-Krieges untergraben, hieß es weiter.
Unterdessen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza innerhalb von 24 Stunden zehn Palästinenser getötet und 25 weitere verletzt.
Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Am 10. Oktober 2025 trat eine Waffenruhe auf Grundlage des US-Friedensplans in Kraft, die jedoch immer wieder von Israel gebrochen wird.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden während der Waffenruhe mindestens 1.283 Palästinenser getötet. Demnach tötete Israel seit Oktober 2023 mehr als 73.410 Menschen in Gaza und verletzte mindestens 174.360 weitere.






















