Bei US-Luftangriffen auf Ziele im Iran sind nach iranischen Angaben mindestens elf Menschen getötet worden. Der Vize-Gouverneur der Provinz Chusestan habe mitgeteilt, dass bei einem nächtlichen US-Raketenangriff auf drei Orte sieben Menschen getötet und acht weitere verletzt worden seien, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Mittwoch. Der Iranische Rote Halbmond hatte zuvor bereits vier Tote infolge eines US-Angriffs im südlichen Bezirk Sirik gemeldet, darunter ein Kind.
Die vier Menschen starben demnach, nachdem Raketensplitter ein Haus in der Stadt Kuhestak getroffen hatten, in dem gerade eine Hochzeitsfeier stattfand. Dabei seien überdies 50 Menschen verletzt worden.
Als Reaktion für die US-Angriffe führte der Iran Vergeltungsschläge auf US-Ziele in den umliegenden Ländern der Region durch. Betroffen von iranischen Angriffen waren Jordanien, Kuwait, Bahrain und Nordirak. Teheran hatte vor „schwerwiegenden“ Konsequenzen als Reaktion auf die US-Angriffe gewarnt.
Washington äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten über die iranischen Vergeltungsschläge auf die mit den USA verbündeten Länder der Region, wenngleich Präsident Donald Trump zuvor im Fall einer iranischen Reaktion vor „viel härteren und massiveren“ Angriffen gewarnt hatte.
Die militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran war am Sonntag wieder aufgeflammt und hatte sich am Dienstag deutlich verschärft. Die US-Streitkräfte attackierten am Sonntag nach eigenen Angaben Raketenwerfer auf der Insel Larak in der vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus, um das Verlegen weiterer Seeminen zu verhindern.
Seit Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran Ende Februar halten die iranischen Streitkräfte die Straße von Hormus für die USA, Israel und ihre Verbündeten gesperrt. Handelsschiffe anderer Länder dürfen die Straße zum Teil passieren, wenn sie sich an die Vorgaben aus Teheran halten.
Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von iranischer Seite kontrolliert. Normalerweise erfolgt dort rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports. Die Situation in der Meerenge nach Beginn des Iran-Kriegs ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.



























