Türkiye und das Vereinigte Königreich haben ein „Strategisches Partnerschaftsrahmenabkommen“ unterzeichnet. Das Abkommen soll die bilateralen Beziehungen vertiefen und die Zusammenarbeit in zentralen Politikfeldern ausbauen, wie das türkische Außenministerium am Donnerstag mitteilte. Unterzeichnet wurde das Dokument bei einem Treffen von Außenminister Hakan Fidan und seiner britischen Amtskollegin Yvette Cooper in London.
Einer gemeinsamen Erklärung zufolge umfasst das Rahmenwerk ein breites Spektrum – von Sicherheit und Verteidigung über Klimaschutz und Energie bis hin zu Wissenschaft, Technologie und humanitärer Zusammenarbeit. Ziel sei es, die bestehende strategische Partnerschaft beider NATO-Verbündeten weiter zu stärken und die Kooperation auf bilateraler und multilateraler Ebene zu vertiefen, heißt es.
In der Erklärung wird zudem auf die veränderte internationale Lage verwiesen. Die zunehmende Fragmentierung der Weltordnung und der Übergang zu einer multipolaren Struktur erhöhten demnach die Risiken für beide Länder. Vor diesem Hintergrund bleibe die Rolle der NATO für die euro-atlantische Sicherheit zentral. Das Bündnis habe sowohl politisch als auch militärisch an Bedeutung gewonnen, während starke transatlantische Beziehungen weiterhin als unverzichtbar für Stabilität in Europa gelten, heißt es weiter.
Das Abkommen sieht auch eine engere Zusammenarbeit in Bereichen wie Terrorismusbekämpfung, Verteidigungsindustrie und globaler Sicherheit vor. Zudem sollen gemeinsame Initiativen zu Klimawandel, Energiesicherheit sowie Innovation ausgebaut werden.
Darüber hinaus bekräftigen beide Seiten ihre Absicht, Handel und Investitionen zu intensivieren. Dazu zählen auch Gespräche über ein modernisiertes Freihandelsabkommen zur Förderung des Wirtschaftswachstums. Die Gespräche in London unterstrichen laut Erklärung die engen wirtschaftlichen Verflechtungen sowie die gemeinsamen sicherheitspolitischen Interessen beider Länder.





















