Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat in einem Telefonat mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor den wachsenden Auswirkungen regionaler Konflikte auf Europa gewarnt. Die anhaltenden Kriege in der Region schwächen zunehmend die Stabilität des Kontinents, erklärte Erdoğan am Mittwoch laut der türkischen Kommunikationsdirektion. Ohne eine friedensorientierte Diplomatie drohten deutlich größere Schäden.
Mit Blick auf die bilateralen Beziehungen betonte Erdoğan, die Kontakte zwischen Ankara und Berlin hätten durch eine Reihe hochrangiger Treffen zuletzt deutlich an Dynamik gewonnen. Es gelte nun, diesen positiven Trend angesichts wachsender geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen zu sichern.
Der türkische Präsident unterstrich zudem, dass sich die Konflikte längst nicht mehr auf ihre unmittelbare Region beschränkten. Sie wirkten sich zunehmend direkt auf Europa aus. Eine Fortsetzung dieser Entwicklung ohne diplomatische Gegenmaßnahmen würde langfristig erhebliche Folgen haben, fügte er hinzu.
Erdoğan bekräftigte, dass Türkiye weiterhin auf Diplomatie setze. Ankara engagiere sich sowohl im Zusammenhang mit den Spannungen um den Iran als auch im Russland-Ukraine-Krieg für Verhandlungen mit dem Ziel eines nachhaltigen Friedens. Wie bereits in anderen Konflikten halte Türkiye den Dialog mit allen Seiten aufrecht und setze auf politische Lösungen statt auf militärische Eskalation.


















