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London und Paris verlängern Abkommen zu Bekämpfung irregulärer Migration über Ärmelkanal
Nach monatelangen Verhandlungen haben sich Frankreich und Großbritannien auf eine Verlängerung des Sandhurst-Abkommens geeinigt. Paris soll seine Sicherheitskräfte an der Küste aufstocken, im Gegenzug stellt London Hunderte Millionen Euro bereit.
London und Paris verlängern Abkommen zu Bekämpfung irregulärer Migration über Ärmelkanal
ARCHIV - 26.04.2024, Frankreich, Loon-Plage: Migranten sitzen auf einem Schlauchboot und versuchen, den Ärmelkanal zu überqueren. / DPA

Frankreich und Großbritannien haben eine Neuauflage ihres Abkommens zur Bekämpfung der irregulärer Migration über den Ärmelkanal vereinbart. Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich die beiden Länder auf eine Verlängerung des sogenannten Sandhurst-Abkommens um weitere drei Jahre, wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus dem französischen Innenministerium erfuhr. Das 2018 unterzeichnete Abkommen war 2023 erstmals verlängert worden und wäre in diesem Jahr ausgelaufen.

Die neue Vereinbarung sieht vor, dass Frankreich die Zahl seiner Sicherheitskräfte an der Küste bis 2029 um mehr als die Hälfte auf 1400 Beamte erhöht. Großbritannien soll im Gegenzug bis zu 766 Millionen Euro bereitstellen. Fast ein Viertel der Summe ist jedoch an Auflagen geknüpft und wird nur ausgezahlt, wenn die französischen Maßnahmen greifen. 

London wirft Paris seit langem vor, zu wenig zu tun, um Migranten daran zu hindern, von der französischen Küsten aus die gefährliche Überfahrt über den Ärmelkanal nach Großbritannien anzutreten.

Nach britischen Angaben kamen 2025 mehr als 41.000 Migranten über den Ärmelkanal nach Großbritannien — mindestens 29 Menschen bei dem Versuch, in kleinen Booten die britische Küste zu erreichen.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen