Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr angesichts des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran halbiert. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2026 um 0,5 Prozent zulegen, heißt es in der am Mittwoch von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vorgestellten Frühjahrsprojektion. Ende Januar war Reiche noch von einem Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung um 1,0 Prozent ausgegangen.
Bei der Inflation wird hingegen ein stärkerer Anstieg erwartet. Die Teuerungsrate der Verbraucherpreise dürfte demnach in diesem Jahr 2,7 Prozent erreichen und 2027 auf 2,8 Prozent steigen.
„Der Krieg im Iran treibt die Preise für Energie und Rohstoffe in die Höhe“, erklärte Reiche. „Das belastet die privaten Haushalte und erhöht die Kosten für die deutsche Wirtschaft“, fügte sie hinzu. Die für dieses Jahr erwartete wirtschaftliche Erholung werde „einmal mehr durch externe geopolitische Schocks ausgebremst“.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums stellt sich die Ausgangslage für die wirtschaftliche Entwicklung „derzeit ungünstiger dar als noch zur Jahreswende erwartet“. Die faktische Sperrung der Straße von Hormus habe zu Engpässen und Preisanstiegen bei Energie und weiteren Rohstoffen geführt, von denen auch Unternehmen und private Haushalte in Deutschland betroffen seien. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hänge „wesentlich von den Entwicklungen des Konfliktes im Nahen Osten ab“ und sei mit „erheblichen Ungewissheiten“ verbunden.
Mit Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran Ende Februar hatten die iranischen Streitkräfte die Straße von Hormus für die USA, Israel und ihre Verbündeten gesperrt. Handelsschiffe anderer Länder durften die Straße passieren. Die Situation trieb weltweit die Preise für Öl und Flüssiggas in die Höhe.















