Wegen der Beschädigung einer Jesus-Figur im Libanon müssen zwei israelische Soldaten für 30 Tage in Militärhaft. Der Soldat, der die Statue beschädigt hatte, und der Soldat, der den Vorfall fotografiert hatte, würden zudem vom Kampfeinsatz abgezogen, erklärte das israelische Militär am Dienstag. Sechs weitere Soldaten, die vor Ort gewesen seien, aber nicht eingeschritten oder den Vorfall gemeldet hätten, seien zu „klärenden Gesprächen“ geladen worden.
Nach Angaben der israelischen Armee wurde die beschädigte Statue „in enger Abstimmung mit der örtlichen Gemeinde“ ersetzt.
Zuvor hatte ein Bild eines israelischen Soldaten, der im Süden des Libanon eine Jesus-Statue zerstört, für Wut im Internet gesorgt. Es zeigt einen israelischen Soldaten, der mit einem großen Hammer auf den Kopf einer Jesus-Statue einschlägt, die offenbar zuvor schon von ihrem Kreuz geholt worden war. Die israelische Armee bestätigte, dass das Foto tatsächlich „einen im Süden des Libanon eingesetzten IDF-Soldaten darstellt“.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte nach Bekanntwerden des Vorfalls „harte Maßnahmen“ gegen den Soldaten an. Außenminister Gideon Saar sprach von einer „beschämenden und schändlichen“ Tat.
Nach dem Beginn des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran Ende Februar ist auch der schwelende Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium tötete Israel seit Anfang März mindestens 2.294 Menschen und verletzte 7.544 weitere – darunter zahlreiche Frauen und Kinder.
Trotz einer am Freitag in Kraft getretenen Waffenruhe besetzt die israelische Armee weiter den Süden des Nachbarlandes.













