Bei dem tödlichen Terrorangriff auf ein islamisches Zentrum in der US-Stadt San Diego hat der getötete Wachmann der Einrichtung, Amin Abdullah, nach Darstellung der Polizei weit Schlimmeres verhindert. Sein Handeln hat zweifellos dazu geführt, dass die beiden Verdächtigen aufgehalten, abgelenkt und letztendlich abgehalten wurden, in den Bereich der Moschee vorzudringen, in dem sich bis zu 140 Kinder befanden, wie Polizeichef Scott Wahl bei einer Pressekonferenz am Dienstag sagte.
Demnach lieferte sich Abdullah einen Schusswechsel mit den 17- und 18-jährigen Angreifern. Währenddessen sei zu sehen, wie er mit seinem Funkgerät die Abriegelung des Gebäudes veranlasst habe. „Leider kam er bei diesem Schusswechsel ums Leben“, so Wahl.
Zwei der Todesopfer lenkten Angreifer ab
Nach bisherigen Kenntnissen versuchten die beiden anderen Todesopfer, Mansour Kaziha und Nadir Awad, die Aufmerksamkeit der Angreifer von der Moschee weg zu lenken, hin zu einem Parkplatz. Wahl zufolge wurden die beiden Gläubigen dort von den Angreifern eingekesselt und getötet. Wären die Tatverdächtigen nicht von ihrem Plan abgelenkt worden, „hätte es gestern zweifellos viel mehr Todesopfer gegeben“, sagte Wahl. Die nahende Polizeipräsenz habe die Angreifer schließlich zur Flucht getrieben.
Bei dem Terroranschlag auf das islamische Zentrum, das aus einer Moschee und einer Schule besteht, waren am Montag drei Menschen getötet worden. Die beiden Tatverdächtigen wurden wenig später tot in einem Auto aufgefunden – mutmaßlich durch selbst zugefügte Schusswunden. Nach Angaben der Ermittler fand die Polizei in dem Fahrzeug islamfeindliche Schriften.
Wie Wahl weiter mitteilte, wurden bei Durchsuchungen weitere Beweisstücke gesichert. Darunter seien auch 30 Schusswaffen sowie eine Armbrust.























