NAHOST
2 Min. Lesezeit
Israelische Marine stürmt weitere Boote der Gaza-Hilfsflotte in internationalen Gewässern
Erneut werden Boote einer internationalen Hilfsflotte Ziel von Angriffen Israels. Ankara spricht von einem „neuen Akt der Piraterie“.
Israelische Marine stürmt weitere Boote der Gaza-Hilfsflotte in internationalen Gewässern
Foto: -/AA

Die israelische Marine hat am Montagmorgen erneut Boote der internationalen Gaza-Hilfsflotte attackiert. Auf einer Live-Videoübertragung der „Global Sumud Flotilla“ war zu sehen, wie Soldaten der israelischen Marine ein Boot mit Aktivisten enterten. Laut ihres eigenen Trackers war die Flotte westlich von Zypern unterwegs. Die Veranstalter sprachen von einer „Attacke“ Israels auf ihre Boote, die sich etwa 250 Seemeilen von Gaza entfernt in internationalen Gewässern ereignet habe.

Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, die Marine habe die Boote der Hilfsflotte geraubt. Die Aktivisten an Bord sollten gefangen und auf ein Schiff der Marine verschleppt werden, auf dem sich ein „schwimmendes Gefängnis“ befinde. Von dort sollten sie in die israelische Hafenstadt Aschdod gebracht werden. In der Vergangenheit waren internationale Aktivisten nach einer begrenzten Gefangenschaft in ihre Heimatländer ausgewiesen worden. Einige berichteten von Folter und Misshandlungen.

Die israelische Marine hatte am 30. April bei Kreta bereits mehr als 20 Boote der „Global Sumud Flotilla“ in internationalen Gewässern geentert und nach eigenen Angaben 175 Menschen verschleppt. Griechenland nahm die meisten von ihnen auf und organisierte ihre Rückreise in die Herkunftsländer. Zwei Aktivisten wurden nach Israel verschleppt, nach gut einer Woche aber freigelassen. Der Protest formierte sich derweil in Türkiye neu.

Das türkische Außenministerium verurteilte Israels Aggression scharf. Diese stelle einen neuen „Akt der Piraterie“ dar. Israel müsse die inhaftierten Teilnehmer unverzüglich freilassen. Man werde die notwendigen Maßnahmen ergreifen, damit die eigenen Bürger sicher in ihr Heimatland zurückkehren können, teilte Ankara mit.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen