Dutzende Friedensaktivisten haben sich am Montagmorgen in Berlin aus Protest gegen die Waffenproduktion von Rheinmetall in der Nähe des Brandenburger Tors auf den Boden geklebt. Laut Polizei beteiligten sich mehr als 40 Personen an der Aktion vor einem Büro des Unternehmens. Dabei war auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die selbst Videoaufnahmen davon postete. In den Aufnahmen der Protestler war auch ein Banner mit der Aufschrift „Kein Profit für Völkermord“ zu sehen.
Die Aktion der pro-palästinensischen Gruppe „Peacefully against Genocide“ (deutsch: Friedlich gegen Genozid) richtete sich nach eigenen Angaben gegen ein Rheinmetall-Werk in Berlin-Wedding. Der Rüstungskonzern steht wegen seiner Unterstützung für Israels Vernichtungskrieg im Gazastreifen und des Einsatzes deutscher Waffen in dem palästinensischen Küstengebiet in der Kritik.
Wie ein Polizeisprecher erklärte, versammelten sich die Aktivisten kurz vor acht Uhr am Brandenburger Tor. Fast alle hätten sich dann vor dem Büro des Unternehmens auf dem Boden festgeklebt. Der Polizei sei es aber gelungen, die Menschen vom Boden zu lösen. Außerdem seien die Personalien festgestellt und Platzverweise ausgesprochen worden.
Protestwoche bis Mittwoch
Die Gruppe „Peacefully against Genocide“ hatte auf der eigenen Website eine Protestwoche in Berlin angekündigt, die bis Mittwoch andauern soll. Bereits in den vergangenen Tagen gab es laut Polizeisprecher mehrere Aktionen gegen die Waffenfabrik, häufig vor den Eingängen des Rheinmetall-Werkes. Am vergangenen Samstag sei dort demonstriert worden.
Das Unternehmen Rheinmetall erklärte im Jahresbericht 2025 einen Übergang des Berliner Werkes des früheren Automobilzulieferers Pierburg zu Rheinmetall im Juli vergangenen Jahres. Die Marke gehört selbst zu Rheinmetall. Das Unternehmen wolle sich auf das „militärische Geschäft“ fokussieren und einzelne „zivile Werke“ daher transformieren.























