Angesichts von Drohnen-Vorfällen und des Ukraine-Kriegs wird Russland von den Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge mehrheitlich als Gefahr für die Sicherheit im Land betrachtet. 56 Prozent der Befragten des aktuellen ARD-„Deutschlandtrends“ meinen, dass die Bundesrepublik derzeit sehr stark oder stark von Russland bedroht sei. 39 Prozent halten Russland dagegen für kaum oder gar keine Bedrohung.
Deutlich unterschiedlich blicken die Menschen im Westen und Osten der Republik auf das Riesenreich im Osten: Während 59 Prozent der Befragten in den westdeutschen Bundesländern Russland als starke oder sehr starke Bedrohung für die deutsche Sicherheit wahrnehmen, sind es in den ostdeutschen Ländern nur 42 Prozent. Für 36 Prozent der Westdeutschen ist die Sicherheit im Land durch Russland wenig oder gar nicht bedroht, bei den Ostdeutschen sind es hingegen 47 Prozent.
Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle und der Ukraine-Krieg
Für den ARD-„Deutschlandtrend“ hat Infratest dimap diesmal 1.319 Wahlberechtigte befragt. Das Institut gibt die Fehlertoleranz der repräsentativen Umfrage mit zwei bis drei Prozentpunkten an.
Die Befragung fand von Montag bis Mittwoch statt – währenddessen hatte die Bundesregierung am Dienstag den russischen Staat für einen Drohnen-Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich gemacht und Sanktionsmaßnahmen angekündigt. Der Kreml streitet eine Beteiligung an dem Vorfall ab.
Der Russland-Ukraine-Krieg hatte am 24. Februar 2022 begonnen. Deutschland hilft der Ukraine seit Beginn des Krieges politisch und militärisch. Die deutsche Unterstützung der Ukraine mit Waffen halten aktuell 38 Prozent der Befragten für angemessen. 14 Prozent geht sie nicht weit genug, 42 Prozent dagegen zu weit - letzterer ist der höchste Wert, den Infratest dimap in dieser Hinsicht seit Beginn des Ukraine-Kriegs gemessen hat.























