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„Trump-Straße“ statt Hormus-Straße? US-Präsident provoziert
Die Straße von Hormus ist ein zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran. Vergangenen Monat gab Trump an, die Meerenge nach dem Krieg zum US-Territorium erklären zu wollen. Nun legt er nach.
„Trump-Straße“ statt Hormus-Straße? US-Präsident provoziert
US-Präsident Donald Trump / reuters

US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social eine Umbenennung der Straße von Hormus nach sich selbst ins Spiel gebracht. „Jetzt, da wir sie unter US-amerikanischer Kontrolle haben, sollten wir den Namen Hormus-Straße in TRUMP-STRASSE ändern???“, fragte er am Mittwoch provozierend. „Genau wie Amerika selbst wäre sie dann ‚heißer' als je zuvor!“, fügte Trump hinzu.

Trump hat wiederholt die Umbenennung geografischer Orte angekündigt oder verfügt – zuletzt den US-kanadischen Grenzsee Lake Ontario in „Lake America“. Kanada lehnt die Umbenennung ab.

Im Fall der Straße von Hormus blieb unklar, wie sich Trump eine Umbenennung der Meerenge vorstellt. Der Iran hat Hoheitsgewässer an ihrer Nordseite, der Oman an ihrer Südseite. An ihrer schmalsten Stelle misst die Straße nur etwa 39 Kilometer. Da der Iran und der Oman jeweils eine Zwölf-Seemeilen-Zone (etwa 22,2 Kilometer) beanspruchen, überschneiden sich die Hoheitsgewässer beider Anrainer. Internationale Gewässer existieren in diesem Bereich nicht. Dennoch konnten Handelsschiffe die Meerenge vor Beginn des US-Angriffskriegs ungehindert passieren. Die Straße von Hormus ist für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger zentral. 

Bereits zuvor hatte der US-Präsident halb im Scherz von der „Straße von Trump“ gesprochen. Vergangenen Monat gab er zudem an, die Meerenge nach dem Ende des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran zu US-Territorium erklären zu wollen. Nähere Angaben zur Umsetzung machte er auch damals nicht. 

Nach Beginn des Kriegs begann der Iran damit, die Straße von Hormus weitestgehend zu blockieren. Inzwischen hat sich das zum zentralen Streitpunkt zwischen Washington und Teheran im Iran-Krieg entwickelt. Die während des Kriegs gestiegenen Spritpreise setzen Trump und seine Republikaner im eigenen Land vor den wichtigen Kongresswahlen Anfang November unter Druck. 

Ungeachtet bestehender Einschränkungen für die Handelsschiffsfahrt in der Meerenge behauptet die US-Regierung immer wieder, dass sich die Straße von Hormus unter US-Kontrolle befände.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran begonnen. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Nach einer brüchigen Waffenruhe nahmen die USA ihre Angriffe zuletzt wieder auf.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen