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Pakistan: Zahlreiche Tote bei Anschlag mit Autobombe
Ein Anschlag mit einer Autobombe trifft eine Polizeizentrale im Nordwesten Pakistans. Die Detonation beschädigt auch eine Moschee. Mehrere Angreifer sollen involviert gewesen sein.
Pakistan: Zahlreiche Tote bei Anschlag mit Autobombe
Pakistan: Zahlreiche Tote bei Anschlag mit Autobombe / Foto: Muhammad Sajjad/AP/dpa

Bei einer koordinierten Attacke auf eine Polizeizentrale in Pakistan hat es zahlreiche Tote gegeben. Mindestens 20 Menschen, vor allem Polizisten, sind bei dem Anschlag in der Stadt Kohat im Nordwesten des Landes nach Behördenangaben ums Leben gekommen. Zudem sind mindestens sieben Angreifer tot, wie es am späten Abend (Ortszeit) aus Polizeikreisen hieß.

Während des Freitagsgebets habe ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug zunächst ein Tor gerammt und sei dann explodiert, hieß es aus Polizeikreisen weiter. Die bewaffneten Angreifer hätten daraufhin das Gelände gestürmt, einer habe einen Sprengstoffgürtel gezündet. Von der Wucht der Detonation wurde auch eine Moschee auf dem Gelände beschädigt.

Fernsehaufnahmen des pakistanischen Senders Geo zeigten Menschen, die in Panik vom Anschlagsort flohen. Am Boden waren leblose Körper zu sehen. Mehr als 70 Menschen wurden bei der Attacke verletzt.

Videos in den sozialen Medien, deren Echtheit von der Deutschen Presse-Agentur verifiziert wurden, zeigten eine schwerbeschädigte Häuserfront und mehrere Menschen, die Trümmer wegschafften.

Zunehmende Gewalt in der Region

Zunächst reklamierte niemand den Anschlag in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa für sich. Die Sicherheitslage in dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet hatte sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert.

Erst Anfang August wurden bei einem Selbstmordanschlag im Swat-Tal in derselben Provinz 14 Menschen in den Tod gerissen. Auch der damalige Angriff ereignete sich vor einer Polizeiwache. Dort hatten Hunderte Menschen gegen die zunehmende Gewalt in der Region demonstriert. Auch in den Monaten davor gab es Anschläge gegen Polizisten in Khyber Pakhtunkhwa.

Pakistan verzeichnet seit Monaten eine Zunahme militanter Angriffe. Die Behörden machen dafür vor allem die Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) sowie verbotene separatistische Gruppen aus Belutschistan verantwortlich. Islamabad wirft der TTP vor, von afghanischem Staatsgebiet aus zu operieren. Die Führung in Kabul weist diese Vorwürfe zurück.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen