Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Fortschritte von türkischen Schülern beim internationalen PISA-Bildungsvergleich in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz gewürdigt. „Türkiye ist das einzige Land, das seine Leistungen in allen drei Bereichen deutlich steigern konnte“, sagte Erdoğan am Montag bei einer Veranstaltung zum Beginn des neuen Schuljahres in Ankara. Die Platzierung des Landes habe sich jeweils um 50 Prozent verbessert.
Türkiye sei zudem der einzige OECD-Staat, in dem sowohl Schüler aus sozial begünstigten als auch aus benachteiligten Verhältnissen ihre Leistungen verbessert hätten. Erdoğan gratulierte Lehrkräften, Schülern und Eltern, die zu diesem Erfolg beigetragen hätten.
Zugleich kritisierte der Präsident Versuche, die Ergebnisse herunterzuspielen. Die Entwicklung müsse vielmehr als Erfolg des gesamten Landes gewürdigt werden.
Auch außerhalb des Bildungsbereichs erzielten junge Menschen aus Türkiye zunehmend Erfolge, betonte Erdoğan. Dies gelte unter anderem für Sport, Kunst und Wissenschaft. „Trotz pessimistischer Szenarien“ wachse eine erfolgreiche Generation heran, die globale Entwicklungen verfolge, moderne Technologien nutze und sich kontinuierlich weiterentwickeln wolle.
An der von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführten Untersuchung nahmen weltweit mehr als 760.000 15-Jährige aus 91 Staaten und Regionen teil. PISA steht für „Programme for International Student Assessment“ und ist die größte internationale Schulleistungsvergleichsstudie.
Investitionen im Bildungsbereich
Erdoğan verwies zudem auf die Investitionen der vergangenen 24 Jahre im Bildungsbereich. Seit dem Regierungsantritt der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AK-Partei) erhalte der Bildungsbereich den größten Anteil des Zentralhaushalts.
Der Anteil der Bildungsausgaben habe sich von 7,6 Prozent im Jahr 2002 auf 15,33 Prozent im Jahr 2026 mehr als verdoppelt. Die Zahl der Klassenräume sei im selben Zeitraum von 343.000 auf 626.000 gestiegen.
Allein in Ankara seien in den vergangenen zwei Jahren 30 neue Schulen eröffnet worden. Durch Investitionen in Höhe von rund 1,99 Milliarden Türkischen Lira – was circa 35,4 Millionen Euro entspricht – seien insgesamt 544 zusätzliche Klassenräume entstanden.
Ziel der Investitionen sei es, allen Kindern unabhängig vom Einkommen ihrer Familien einen gleichberechtigten und fairen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Zugleich sollten die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte weiter verbessert werden, fügte der Staatschef hinzu.























