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Ausschreitungen nach Zugunglück in Spanien
In Madrid haben rechtsextreme Gruppen vor dem Transportministerium demonstriert. Es kam dabei zu Spannungen zwischen den Demonstranten und der Polizei, die schließlich den Platz räumte. Die Bergungsarbeiten gehen derweil weiter.
Ausschreitungen nach Zugunglück in Spanien
28.10.2026, Spanien, Madrid: Während einer Demonstration vor dem Verkehrsministerium kommt es zu Ausschreitungen. Foto: Ananda Manjón/EUROPA PRESS/dpa

In der spanischen Hauptstadt Madrid ist es vor dem Transportministerium zu Ausschreitungen gekommen. Rechtsextreme Gruppen hatten nach dem schweren Zugunglück von Urda zu einer Protestkundgebung aufgerufen. Dabei kam es zu Spannungen zwischen Teilen der rund 1.500 Demonstranten und der Polizei, wie der Fernsehsender TVE berichtete. Die Beamten setzten schließlich Tränengas ein, um die Demonstration aufzulösen.

Der Protest richtete sich gegen die Regierung des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und dessen Verkehrsminister Óscar Puente, bei denen die Kundgebungsteilnehmer die Verantwortung für das Zugunglück in der Provinz Toledo sehen.

Unglücksursache noch nicht geklärt

Bei dem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge kamen mindestens 68 Menschen ums Leben. Die genaue Ursache der Kollision ist noch nicht geklärt. Verkehrsminister Puente deutete menschliches Fehlverhalten als mögliche Erklärung an. Doch ob sich dies erhärtet, müsse eine Untersuchung klären.

Aufgerufen zu der Demonstration hatte die ultrarechte Falangistische Jugend auf sozialen Medien. Andere rechtsgerichtete Gruppen schlossen sich dem Protest an.

Bergungsarbeiten nach Zugunglück in Spanien gehen weiter

Nach dem schweren Zugunglück gehen die Bergungsarbeiten weiter. Mit Hilfe dreier großer Kräne seien Rettungsteams auch die Nacht über im Einsatz gewesen, um nach möglichen weiteren Opfern in den zerstörten Waggons zu suchen, berichtete der staatliche Radiosender RNE von der Unglücksstelle. Diese befindet sich in der Provinz Toledo, rund 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Madrid.

Suche nach Opfern noch im Mittelpunkt

Die Polizei habe das Gebiet weiträumig abgesperrt. In der Nacht sei es mit Temperaturen um die acht Grad recht kühl gewesen. Noch gehe es darum, nach möglichen weiteren Opfern zu suchen und betroffene Angehörige zu versorgen, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes dem Sender. In einer zweiten Phase werde es darum gehen, die Toten zu identifizieren.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen