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Streit nach Hitlergruß: Ermittlungen zum Tod eines Deutschen
Nach einem Rockkonzert in der Schweiz wird ein 27-jähriger Deutscher bei einer Auseinandersetzung tödlich verletzt. Mehrere Personen sollen den Hitlergruß gezeigt haben. Die Band meldet sich zu Wort.
Streit nach Hitlergruß: Ermittlungen zum Tod eines Deutschen
Foto: Marijan Murat/dpa

In der Schweiz laufen Ermittlungen zum Hintergrund einer Auseinandersetzung, bei der ein junger Deutscher nach einem Rockkonzert tödlich verletzt wurde. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Montag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz berichtete, war es auf einer Afterparty nach dem Auftritt der saarländischen Deutschrock-Band Krawallbrüder zu einem Streit zwischen mehreren Personen gekommen. „Mutmaßlich deshalb, weil mehrere der anwesenden Personen den Hitlergruß gezeigt haben“, hieß es laut Staatsanwaltschaft.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf den 18. Oktober im Eventlokal „The Bandits“ in Tuggen. Der 27-jährige Deutsche starb danach an seinen tödlichen Verletzungen. Ein 42-jähriger Schweizer wurde als Verdächtiger festgenommen. 

Zuletzt hatte die Zeitung „SonntagsBlick“ berichtet, dass der Verdächtige langjähriges Mitglied des rechtsextremen Netzwerks Blood & Honour sein soll. Dazu machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. „Der genaue Tatablauf sowie die Hintergründe der involvierten Personen ist zurzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, hieß es von der Justizbehörde. Auch die genaue Herkunft des 27-Jährigen wurde nicht mitgeteilt. 

Die Krawallbrüder berichteten nach dem Vorfall auf Instagram, dass während des Konzerts vier Besucher aufgefallen seien, die Kleidung mit der Aufschrift „Blood & Honour Zürich“ getragen hätten. „Im Laufe der Show gab es dann aggressive Handlungen und politische Äußerungen durch dieselben Personen gegen Besucher des Konzerts“, hieß es. Die Störer wurden nach Angaben der Band von Security-Mitarbeitern aus der Halle verwiesen. 

Die Schlägerei fand den Angaben zufolge nach dem Auftritt während der Afterparty statt, als die Band und ihre Crew nicht mehr anwesend gewesen seien. Ob der Verdächtige zu den Störern während des Konzerts gehörte, ist unklar.

Die Band distanziere sich von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, neonazistischen Ideologien und jedem Extremismus, versicherten die Krawallbrüder.


QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen