Ranghohe Vertreter von Türkiye, Saudi-Arabiens und Pakistans sind im Iran zu Gesprächen über die Sicherheit in der Region zusammengekommen. Bei dem Treffen in der Hauptstadt Teheran gehe es unter anderem um die „US-israelische Aggression gegen den Iran und ihre Folgen“, berichtete das iranische Staatsfernsehen am Montag.
Nach iranischen Angaben nehmen der saudiarabische Verteidigungsminister Chalid bin Salman, Pakistans Armeechef General Asim Munir und der türkische Geheimdienstchef Ibrahim Kalın an dem Treffen teil. Vonseiten der Teheraner Führung ist der iranische Sicherheitschef Mohsen Resaei dabei.
Deeskalation im Rahmen des Mekka-Abkommens
Saudi-Arabiens Vizeaußenminister Radsched Krimli bestätigte die Teilnahme des Verteidigungsministers. „Der Besuch ist Teil der Bemühungen der Länder des Mekka-Abkommens um eine Deeskalation zwischen den in den anhaltenden Konflikt verwickelten Parteien“, erklärte er im Onlinedienst X.
Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Türkiye, Saudi-Arabien und Pakistan hatten den Pakt unter dem Namen „Gemeinsames Verteidigungsabkommen von Mekka“ Anfang August vor dem Hintergrund des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran und dessen Folgen gegründet. Im Fall eines Angriffs auf eines der drei Mitgliedsländer sind die beiden anderen zur militärischen Unterstützung verpflichtet.
Warnungen vor Ausweitung des Konflikts
Die Gespräche in Teheran erfolgen vor dem Hintergrund von Drohungen der USA und Israels mit neuen Angriffen auf den Iran. Diplomatische Bemühungen um ein Ende des seit acht Monaten andauernden Konflikts sind ins Stocken geraten. Der Krieg hat sich inzwischen auf den Jemen ausgeweitet, wo sich die Huthi-Miliz und Saudi-Arabien wieder bekämpfen.
UN-Generalsekretär António Guterres betonte am Montag, es sei „unerlässlich, jede Eskalation“ in der Golfregion zu verhindern. Das Risiko, dass es gleichzeitig zu einem erneuten Militäreinsatz gegen den Iran und zu einem Angriff Teherans auf die Golfstaaten komme, „muss um jeden Preis verhindert werden“, sagte er in der ägyptischen Hauptstadt Kairo.
Kairo stellt sich an die Seite Riads
Das ägyptische Parlament sprach sich unterdessen für eine militärische Unterstützung Saudi-Arabiens im Kampf gegen die jemenitische Huthi-Miliz aus. Zuvor hatte Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi die Abgeordneten um ihre Zustimmung gebeten. Welche Hilfe Ägypten konkret leisten wird, blieb zunächst offen. Al-Sisi hatte in der vergangenen Woche betont, dass die Unterstützung keine Angriffe auf den Jemen beinhalte. Priorität habe nach wie vor eine diplomatische Lösung.























