Internationale Ermittler haben gemeinsam mit Europol 45 vermisste ukrainische Kinder identifiziert und aufgespürt. Die Kinder seien vermutlich in die besetzten Gebiete der Ukraine, nach Russland oder Belarus gebracht worden, teilte Europol in Den Haag mit. Die Informationen seien den ukrainischen Behörden übergeben worden.
Zwei Tage lang hatten Sonderermittler aus 18 Ländern sich in Den Haag an der Suche beteiligt. An der Europol-Aktion war auch der Internationale Strafgerichtshof beteiligt. Die Ergebnisse können nach Informationen von Europol zum Aufenthaltsort der deportierten Kinder führen.
Gesichtserkennung
Die Experten hatten online in digitalen Quellen und mit Gesichtserkennung versucht, die Kinder zu finden. Grundlage sind etwa Kinderfotos der Eltern. Es seien unter anderem auch Transportrouten ermittelt worden sowie Militäreinheiten, die an der Deportation beteiligt waren. Es ist die dritte internationale digitale Suchaktion von Europol zu den vermissten Kindern der Ukraine.
Seit Beginn des Krieges vor gut vier Jahren wurden nach Angaben von Europol schätzungsweise mehr als 19.500 Kinder aus ukrainischen Gebieten nach Russland oder Belarus gebracht. Einige seien von Russen adoptiert worden, andere würden angeblich in Umerziehungslagern oder psychiatrischen Kliniken festgehalten.
Der Internationale Strafgerichtshof leitete deshalb Ermittlungen ein und erließ internationale Haftbefehle gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie die russische Beauftragte für Kinderrechte, Maria Lwowa-Belowa.

















