Was vor fast einem Jahrzehnt als stille Initiative in Türkiye unter der Leitung von First Lady Emine Erdoğan begann, hat sich zu einer der ambitioniertesten und wirkungsvollsten Umweltbewegungen weltweit entwickelt. Während am heutigen Montag Länder rund um den Globus den vierten „Internationalen Null Abfall-Tag“ begehen, steht Türkiye im Mittelpunkt eines grundlegenden Wandels im Umgang der Menschheit mit Abfall.
Unter der Führung von Emine Erdoğan hat sich die Null Abfall-Bewegung von einem nationalen zu einem weltweit anerkannten Projekt entwickelt. Türkiye steht damit im Zentrum eines globalen Wandels im Umgang mit Abfall.
Das Null Abfall-Projekt wurde 2017 unter der Schirmherrschaft von Erdoğan ins Leben gerufen – sie ist Ehrenpräsidentin der Zero Waste Foundation sowie Vorsitzende des hochrangigen UN-Beratungsgremiums für Null Abfall. Seitdem hat sich die Initiative von einem nationalen Recyclingprogramm zu einem international anerkannten Projekt entwickelt.
Die diesjährige Veranstaltung, koordiniert von den Vereinten Nationen in New York, stellt die Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung und die COP31-Präsidentschaft von Türkiye in den Mittelpunkt.
Seit dem Start des Projekts im Jahr 2017 hat Türkiye rund 90 Millionen Tonnen Abfall recycelt und wieder in die Wirtschaft zurückgeführt – mit einem wirtschaftlichen Mehrwert von 365 Milliarden türkischen Lira. Die Recyclingquote stieg von 13 Prozent im Jahr 2017 auf 37,53 Prozent im Jahr 2025. Ziel sind 60 Prozent bis 2035 und 70 Prozent bis 2053.
Globale Bewegung – Gewachsenes Bewusstsein in Türkiye
Ein diplomatischer Meilenstein folgte am 14. Dezember 2022, als die Vereinten Nationen den 30. März zum „Internationalen Null Abfall-Tag“ erklärte. 2023 sprach Erdoğan als erste türkische First Lady vor der UN-Generalversammlung.
UN-Generalsekretär Antonio Guterres kündigte zudem die Einrichtung eines hochrangigen Beratungsgremiums an und berief Erdoğan zur Vorsitzenden. Das Gremium vereint Mitglieder aus zahlreichen Ländern sowie hochrangige UN-Vertreter.
Das Internationale Null Abfall-Forum unter dem Motto „Mensch, Raum, Wandel“ fand im Oktober in Istanbul statt und empfing Delegierte aus 108 Ländern.
Auch in Türkiye ist die Initiative längst im Alltag angekommen: Mehr als 217.000 Gebäude und Einrichtungen nutzen bereits das Null Abfall-System. Ein 2025 eingeführtes landesweites Pfandsystem wurde auf 53 Provinzen ausgeweitet. Zudem belegte Türkiye im vergangenen Jahr mit 577 Stränden mit der Blauen Flagge weltweit den dritten Platz.
Die Initiative wurde bereits siebenmal international ausgezeichnet – unter anderem von Organisationen wie FAO (Food and Agriculture Organization), UNDP (United Nations Development Programme), Weltbank und zuletzt 2026 von The Green Organisation.
Präsident Recep Tayyip Erdoğan war der erste Unterzeichner der Globalen Null Abfall-Erklärung. Inzwischen haben sich mehr als 438.000 Freiwillige aus 131 Ländern angeschlossen, ebenso mehr als 50 First Ladies und Vertreter internationaler Organisationen.
Von einem Recyclingbehälter in einem Regierungsgebäude bis hin zu einer Resolution der Vereinten Nationen zeigt der Weg von Türkiye: Umweltwandel kann im Kleinen beginnen – und mit der richtigen Führung die globale Wirkung entfalten.




















