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US-Präsident nennt Straße von Hormus „Straße von Trump“
Er taufte den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ um, das berühmte Kulturhaus Kennedy Center in Washington trägt nun sogar seinen Namen. Jetzt hat Trump eine neue Kreation.
US-Präsident nennt Straße von Hormus „Straße von Trump“
US-Präsident Donald Trump/ Foto: AP / AP
vor 2 Stunden

US-Präsident Donald Trump hat die Straße von Hormus, die Meerenge bei Iran, „Straße von Trump“ genannt. Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des US-israelischen Angriffs auf den Iran und sagte: „Sie müssen die Straße von Trump öffnen - ich meine Hormus.“ Im Publikum wurde daraufhin gelacht.

Trump ergänzte dann: „Entschuldigung - es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler.“ Er schob nach, dass die „Fake News“ berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: „Bei mir gibt es keine Versehen - zumindest nicht viele.“ Einige Medien kamen anschließend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe.

Trump kokettierte in der Vergangenheit immer wieder mit der Umbenennung etwa von Institutionen und setzte das zum Teil in die Tat um. So heißt das berühmte Kulturhaus Kennedy Center in Washington inzwischen Trump Kennedy Center. Er verfügte auch die Umbenennung des Golfs von Mexiko in „Golf von Amerika“.

Die an den Iran grenzende Straße von Hormus ist für den weltweiten Öl- und Gashandel von wesentlicher Bedeutung. Seit Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran haben die iranischen Streitkräfte die Meerenge für die USA, Israel und ihre Verbündeten de facto gesperrt – was zu einem massiven Anstieg der Ölpreise beigetragen hat. Gleichwohl kamen aus einer Reihe von NATO-Staaten ablehnende Antworten auf Trumps Vorstoß für einen Einsatz der Allianz in dem Meeresgebiet.

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.937 Menschen im Iran. Mehr als 24.800 Menschen wurden demnach verletzt. 

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 153 Tote und Tausende Verletzte.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen