TÜRKİYE
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MIT-Chef Kalın warnt vor globaler Eskalation des Iran-Kriegs
Der Konflikt im Nahen Osten droht außer Kontrolle zu geraten. MIT-Chef Kalın warnt vor einer globalen Eskalation. Er fordert ein rasches Ende des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran.
MIT-Chef Kalın warnt vor globaler Eskalation des Iran-Kriegs
MIT-Chef Kalın warnt vor globaler Eskalation des Iran-Kriegs. / Foto: AA / AA
vor 3 Stunden

Der Leiter des türkischen Nachrichtendienstes MIT, Ibrahim Kalın, hat vor einer Ausweitung des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran zu einer globalen Krise gewarnt. Der Konflikt drohe, weit über die Region hinaus zu eskalieren, sagte Kalın am Samstag beim STRATCOM-Gipfel 2026 in Istanbul.

Seit der Corona-Pandemie befinde sich die Welt in einer Phase tiefgreifender Krisen und Umbrüche. Auch der Ukraine-Krieg sei inzwischen im fünften Jahr, ohne dass ein Ende absehbar sei. Zugleich wirkten die Folgen des Gaza-Kriegs seit Oktober 2023 weiter nach. Trotz internationaler Bemühungen um eine Waffenruhe setze Israel seine Angriffe sowie seine Besatzungs- und Annexionspolitik fort.

Kalın verweist auf zunehmende Eskalationsgefahr

Mit Blick auf den aktuellen Konflikt erklärte Kalın, der seit dem 28. Februar andauernde Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran habe sich weiter zugespitzt. Bereits ein früherer militärischer Schlagabtausch habe gezeigt, wie schnell sich die Lage verschärfen könne.

Türkiye habe intensive diplomatische Anstrengungen unternommen, um den Krieg zu verhindern und eine Ausweitung einzudämmen. Dennoch entwickle sich der Konflikt „rasch zu einer globalen Krise“. Im schlimmsten Fall drohe ein Krieg, „dessen Preis acht Milliarden Menschen zahlen würden“. Vorrang habe daher ein schnelles Ende der Kampfhandlungen.

Zugleich warnte Kalın vor einer Vertiefung bestehender Spannungen in der Region. Neben militärischen Zielen gehe es auch um langfristige Dynamiken, die Konflikte zwischen Türken, Kurden, Arabern und Persern verschärfen könnten. Türkiye werde sich daran nicht beteiligen.

Ankara warnt vor neuen Fakten vor Ort

Der Krieg gegen den Iran entbehre jeder völkerrechtlichen Grundlage, sagte Kalın weiter. Zugleich warnte er vor Versuchen, durch militärische Gewalt neue Fakten zu schaffen – etwa im Libanon, in Syrien oder in den palästinensischen Gebieten.

Die Rechte der Palästinenser dürften nicht durch Entwicklungen im Gazastreifen und im Westjordanland untergraben werden. Angriffe Irans auf Golfstaaten bezeichnete Kalın als inakzeptabel, betonte jedoch zugleich, dass der Ursprung des Konflikts berücksichtigt werden müsse.

Türkiye unterstütze diplomatische Initiativen zur Wiederaufnahme von Verhandlungen, auch entsprechende Vorschläge aus Pakistan. Israel unternehme jedoch weiterhin Anstrengungen, Dialog- und Kommunikationskanäle zu blockieren.

QUELLE:TRT Deutsch