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Krise beim britischen Rundfunk: BBC streicht laut Medienberichten 2000 Stellen
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Großbritannien muss schmerzhafte Einsparungen machen. Die geplanten Kürzungen sind die drastischsten seit 15 Jahren.
Krise beim britischen Rundfunk: BBC streicht laut Medienberichten 2000 Stellen
Krise beim britischen Rundfunk: BBC streicht laut Medienberichten 2000 Stellen / Foto: Reuters / Reuters
vor einer Stunde

Die britische Rundfunkanstalt BBC plant Medienberichten zufolge ein massives Sparprogramm mit 2000 Stellenstreichungen. Die Kosten der Sendergruppe sollen so über die kommenden drei Jahre um zehn Prozent reduziert werden, wie der Sender ITV News und die Agentur The Press Association am Mittwoch berichteten. Die BBC hatte Einsparungen bereits angekündigt, aber keine Angaben zu den erwarteten Auswirkungen auf Arbeitsplätze gemacht.

Die BBC steckt unter anderem wegen einer Verleumdungsklage von Donald Trump in der Krise. Der US-Präsident fordert mindestens zehn Milliarden Dollar Schadenersatz wegen einer von der BBC ausgestrahlten Dokumentation, in der Ausschnitte aus Trumps Rede vom 6. Januar 2021 so zusammengeschnitten worden waren, dass der Eindruck entstand, er habe seine Anhänger direkt zum Sturm auf das Kapitol aufgerufen.

Das Finanzierungsmodell der BBC über verpflichtende Beiträge ist seit längerem stark umstritten. Die konservative Vorgängerregierung, die der BBC Linkslastigkeit vorwarf, hatte Beitragserhöhungen zuletzt für zwei Jahre ausgesetzt. Zudem gab es Pläne, die Beiträge ganz abzuschaffen und stattdessen ein Abo-Modell einzuführen wie beim Streamingdienst Netflix. 

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen