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FIFA lehnt Iran-Wunsch nach WM-Spielen in Mexiko ab
Ungeachtet des US-israelischen Angriffskriegs sollen die Vorrundenspiele des Irans wie geplant in den USA stattfinden. Mexikos Präsidentin Sheinbaum nennt logistische Gründe für die Entscheidung der FIFA.
FIFA lehnt Iran-Wunsch nach WM-Spielen in Mexiko ab
Foto: Carlos Barria/REUTERS (Archiv)
13. April 2026

Die Spiele der iranischen Fußball-Nationalmannschaft bei der Fußball-WM werden trotz des Krieges im Nahen Osten nicht von den USA nach Mexiko verlegt. Der Weltverband FIFA habe sich dagegen entschieden, erklärte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum am Freitag. Angesichts des Krieges wollte der Iran seine drei Vorrundenpartien nicht in den USA austragen, die mit Israel Ende Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die islamische Republik gestartet haben.

„Die FIFA entschied schließlich, dass die Spiele nicht von ihren ursprünglichen Austragungsorten verlegt werden können“, sagte Sheinbaum auf einer Pressekonferenz in der mexikanischen Hauptstadt. Aus Sicht der FIFA hätte dies „einen enormen logistischen Aufwand“ bedeutet, sagte die Staatschefin. Der Weltverband hatte sich schon zuvor zurückhaltend zu dem Wunsch des Iran geäußert.

Zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg

Die WM in Mexiko, Kanada und den USA wird am 11. Juni in dem Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt mit der Partie zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte auf eine Teilnahme des Irans an der Fußball-WM im Sommer gedrängt. 

„Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D - es gibt Plan A“, sagte Infantino. Unklar war bisher allerdings, ob die FIFA den Mexiko-Wunsch des Irans nachkommen würde. 

Am 28. Februar hatten die USA und Israel einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet, der seinerseits mit Gegenschlägen reagierte. Derzeit gilt eine fragile Waffenruhe. Die ersten direkten Verhandlungen zwischen Washington und Teheran unter Vermittlung Pakistans in Islamabad endeten am frühen Sonntagmorgen ohne greifbares Ergebnis.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen