Pakistan bemüht sich nach Angaben aus informierten Kreisen um eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran. Zudem gebe es Bemühungen um eine Verlängerung der Waffenruhe, um Zeit für Diplomatie zu schaffen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag in Islamabad. Vertreter Washingtons und Teherans hatten am Wochenende unter Vermittlung Pakistans über eine Beilegung des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran verhandelt, aber keine Einigung erzielt.
„Es laufen Bemühungen, um beide Parteien zurück an den Verhandlungstisch zu bringen, natürlich wollen wir sie wieder in Islamabad haben, aber der Ort ist noch nicht klar“, erfuhr AFP von einem pakistanischen Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. „Das Treffen könnte bald stattfinden, die Daten müssen allerdings noch bestätigt werden“, sagte der Regierungsvertreter. „Wir arbeiten zudem an einer Verlängerung der Waffenruhe über die aktuelle Frist hinaus, um mehr Zeit zu schaffen.“
Ein zweiter Beamter sagte, neue Gespräche seien möglich, bevor die zweiwöchige Waffenruhe in der kommenden Woche auslaufe. „Datum und Ort wurden noch nicht beschlossen“, sagte er.
„Die schriftlichen Entwürfe der Forderungen und Zugeständnisse wurden bereits ausgetauscht, sodass beide Seiten über die möglichen Kompromisse informiert sind“, fügte der erste Beamte hinzu.
US-Vizepräsident JD Vance hatte zuvor in einem Interview gesagt, Washington habe seine „roten Linien“ klar benannt, nun sei Teheran am Zug. „Ich glaube wirklich, dass der Ball im Feld der Iraner liegt, weil wir sehr viel auf den Tisch gelegt haben“, sagte Vance dem Sender Fox News.
Der Iran hatte den USA vorgeworfen, Maximalforderungen zu erheben, die Bemühungen um eine weitere Runde am Verhandlungstisch bislang aber nicht zurückgewiesen. Die Anfang vergangener Woche vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe gilt weiterhin.
US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 2.076 Menschen im Iran. Mehr als 26.500 Menschen wurden demnach verletzt.
Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 193 Tote und Hunderte Verletzte.














