Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo weitet sich aus. Es seien immer mehr Regionen betroffen, und die Zahl der Fälle steige, sagte Olivier le Polain am Freitag, der für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Beni in der Provinz Nordkivu ist, um die Lokalbehörden zu unterstützen.
Bis Donnerstag waren 676 Krankheitsfälle bestätigt worden, darunter 136 Todesfälle, wie le Polain sagte. „Fast jeden Tag sind neue Gesundheitszonen betroffen“, sagte er. Der Großteil sei immer noch in der Provinz Ituri. Zwar beträfen die meisten Fälle in Nord- und Südkivu Menschen, die aus Ituri kamen, inzwischen gebe es aber dort auch vor Ort Ansteckungen.
Andauernde Kämpfe und viele Menschen, die vertrieben werden, sowie ein schwaches Gesundheitssystem seien Herausforderungen, sagte le Polain. „Das ganze Ausmaß des Ausbruchs ist noch nicht klar“, sagte er.
Das UN-Kinderhilfswerk Unicef warnt, dass Familien aus Sorge vor einer Ansteckung in einer Klinik keine Routineuntersuchungen mehr machen lassen oder mit kranken Kindern keine ärztliche Hilfe suchen. Die Gefahr sei, dass mehr Kinder sterben. Mehr als die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren in der Provinz Ituri sei unterernährt und deshalb ohnehin schon in einer prekären Situation.























