In den USA sollen verurteilte Straftäter nach dem Willen des Justizministeriums auf Bundesebene künftig durch Erschießen hingerichtet werden dürfen. In einem entsprechenden Regierungsbericht spricht sich Justizminister Todd Blanche dafür aus, dass auch andere Hinrichtungsoptionen erwogen werden sollten – darunter auch die Todesstrafe per Erschießungskommando. Dies ermögliche dem Ressort, auch dann Exekutionen durchzuführen, selbst „wenn ein bestimmtes Mittel nicht verfügbar ist“. Gemeint sein dürfte damit die Substanz, die bei Giftspritzen genutzt wird.
Die Hinrichtung per Erschießungskommando ist dem Bericht nach bereits in fünf Bundesstaaten erlaubt. Neben Idaho, Mississippi und Oklahoma können zu Tode verurteilte Straftäter auch in South Carolina und Utah erschossen werden.
Unter Präsident Donald Trump werde das Justizministerium das Recht wieder stärken und auf der Seite der Opfer stehen, fügte Blanche hinzu. Trumps Vorgänger Joe Biden war ein Gegner der Todesstrafe und hatte kurz vor Ende seiner Amtszeit 37 von 40 auf Bundesebene verhängten Todesurteilen in lebenslange Haft umgewandelt.
Trump hatte in seiner ersten Amtszeit 2020 eine 17-jährige Pause in der Vollstreckung der Todesstrafe auf Bundesebene beendet. In den letzten sechs Monaten seiner Amtszeit wurden 13 Menschen hingerichtet – mehr als unter irgendeinem US-Präsidenten seit 120 Jahren. Am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit kündigte er im vergangenen Jahr eine Ausweitung der Todesstrafe an.
In den meisten Fällen wird die Todesstrafe in den USA auf Ebene der Bundesstaaten verhängt, für bestimmte schwere Straftaten aber auch nach Bundesrecht. In 23 der 50 Bundesstaaten ist die Todesstrafe bereits abgeschafft, in drei weiteren gilt ein Moratorium.




















