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Brand in Crans-Montana: Schweizer Justiz ermittelt gegen weiteren Beschuldigten
Im Fall Crans-Montana ist die Zahl der Verdächtigen auf 14 gestiegen. Ein Mitarbeiter des Bauamts war zunächst als Zeuge befragt worden und gilt nun als beschuldigt.
Brand in Crans-Montana: Schweizer Justiz ermittelt gegen weiteren Beschuldigten
Zahlreiche Brandopfer von Crans-Montana noch in Kliniken / Foto: Cyril Zingaro/KEYSTONE/dpa

Nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana mit 41 Toten hat die Justiz strafrechtliche Ermittlungen gegen einen weiteren Verdächtigen eingeleitet. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, wird gegen einen Mitarbeiter des Bauamts der Gemeinde ermittelt, der zuvor als Zeuge befragt worden war. Damit erhöht sich die Zahl der Beschuldigten auf 14.

In der Silvesternacht war im Untergeschoss der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana ein Brand ausgebrochen. 41 zumeist junge Menschen kamen ums Leben, 115 weitere Menschen wurden verletzt. Die Opfer waren überwiegend junge Menschen. Die Ermittler vermuten, dass die Brandkatastrophe durch an Flaschen befestigte Feuerwerksfontänen ausgelöst wurde, die der Decke zu nahe kamen.

Ermittlungen sollen nun Aufschluss über die genauen Umstände des Brandes geben und klären, ob die Eigentümer der Bar gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen haben. Die Gemeinde hat bereits eingeräumt, dass seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar stattgefunden hatten – obwohl diese jedes Jahr vorgeschrieben sind. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Brandstiftung.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen