Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach der Tötung eines für sie tätigen Arbeiters im Gazastreifen die Evakuierungen aus dem Palästinensergebiet ausgesetzt. Der Mitarbeiter sei bei einem „Sicherheitsvorfall“ getötet worden, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag im Onlinedienst X. Infolge des Vorfalls setze die WHO medizinische Evakuierungen aus dem Gazastreifen über Rafah nach Ägypten „bis auf Weiteres“ aus.
Die WHO machte keine weiteren Angaben zu den Einzelheiten des Geschehens. Tedros erklärte, zwei weitere Mitarbeiter seien bei dem Vorfall anwesend gewesen, aber nicht verletzt worden. Die „zuständigen Behörden“ untersuchten die Ereignisse. „Wir rufen zum Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern auf“, fügte der WHO-Chef hinzu.
Nach Angaben der Organisation müssten weitere Tausende Palästinenser zur medizinischen Versorgung aus dem Kriegsgebiet evakuiert werden. Ende Oktober bezifferte die WHO den Bedarf auf rund 15.000 Fälle.
Israel tötete mehr als 730 Palästinenser trotz Waffenruhe
Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der Widerstandsorganisation Hamas am 7. Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Am 10. Oktober trat eine Waffenruhe auf Grundlage des US-Friedensplans in Kraft, die jedoch immer wieder von Israel gebrochen wird.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden während der offiziellen Waffenruhe mindestens 733 Palästinenser getötet und mehr als 2.030 weitere verletzt. Demnach tötete Israel seit dem 7. Oktober 2023 mehr als 72.310 Menschen in Gaza und verletzte rund 172.130 weitere.















