Hunderte Menschen haben in Tel Aviv gegen den US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran demonstriert. Die Demonstranten versammelten sich am Samstagabend auf dem zentralen Habima-Platz der israelischen Stadt mit Schildern mit der Aufschrift: „Nicht bombardieren - reden! Beendet den endlosen Krieg!“ Eine Frau bezeichnete den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu auf einem Protestplakat als „die größte Bedrohung für die Existenz Israels“.
Die Behörden hatten wegen sogenannten Sicherheitsvorkehrungen zum Iran-Krieg nur eine Kundgebung mit 150 Teilnehmern zugelassen. Die Polizei drängte die Demonstranten weg und nahm Dutzende von ihnen fest, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Einige Demonstranten kehrten demnach zurück und setzten sich auf den Platz. Die Proteste richteten sich auch gegen die Angriffe der israelischen Armee gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon.
US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 2.076 Menschen im Iran. Mehr als 26.500 Menschen wurden demnach verletzt.
Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 167 Tote und Tausende Verletzte.
Seit Beginn des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran Ende Februar ist auch der schwelende Konflikt zwischen Israel und Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. Nach libanesischen Angaben wurden seit Anfang März mindestens 1.345 Menschen durch israelische Angriffe getötet und rund 4.040 weitere verletzt – darunter zahlreiche Frauen und Kinder.


















