Nach der Aufnahme eines Ebola-Patienten in der Berliner Charité sollen auch die Familienangehörigen des US-Amerikaners nachkommen. Seine Ehefrau und vier Kinder sollen ebenfalls in die Sonderisolierstation des Universitätsklinikums gebracht werden, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Hintergrund sei ein entsprechendes Hilfeersuchen der US-Behörden.
Der Amerikaner hatte sich in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Ebola-Virus angesteckt. Er wurde nach einem vorherigen Ersuchen der USA an die Bundesregierung zur Behandlung nach Berlin ausgeflogen. Am frühen Morgen war der Mann in der geschützten Isolierstation der Charité aufgenommen worden. Dort ist seine Versorgung mittlerweile angelaufen.
Angehörige gelten als Kontaktpersonen
Auch die Familienangehörigen hatten sich den Angaben zufolge zuvor im Kongo aufgehalten und gelten als Kontaktpersonen des Infizierten. Sie seien zuletzt symptomfrei gewesen und negativ getestet worden, hieß es. Geplant war nach Ministeriumsangaben, dass sie auf gleichem Wege transportiert werden - zunächst mit einem Spezialflugzeug nach Deutschland und dann in Berlin mit einem besonders ausgestatteten Infektions-Rettungswagen zum Klinikbereich.
Die Sonderisolierstation der Charité auf dem Campus Virchow-Klinikum ist eine geschlossene und geschützte Einheit getrennt vom regulären Klinikbetrieb, so dass kein Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten entstehen kann. Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte wegen der Epidemie am Wochenende eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe. Im Kongo gibt es laut WHO inzwischen fast 600 Verdachtsfälle, darunter auch 139 Todesfälle. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus zeigte sich „zutiefst besorgt“ über das „Ausmaß und die Geschwindigkeit“ der Ebola-Ausbreitung.























