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Hackerangriff auf Mailkonten der AfD – Brisante Inhalte im Netz veröffentlicht
Rund 421.200 E-Mails: Unbekannte haben aus einem AfD-Dienstleister große Datenmengen erbeutet – unter den Betroffenen sollen auch führende Parteimitglieder sein. Einige mutmaßliche Mails enthalten rassistische Hetze und Holocaust-Leugnung.
Hackerangriff auf Mailkonten der AfD – Brisante Inhalte im Netz veröffentlicht
Foto: John MacDougall/AFP (Archiv)

Bei einem Hackerangriff auf einen Dienstleister der AfD sind nach Angaben der rechtspopulistischen Partei Daten aus mehreren E-Mail-Postfächern abgegriffen worden. Wie die Bundespartei am Dienstag in Berlin mitteilte, wurden zwar „nur wenige Mail-Postfächer“ rechtswidrig kopiert. Dabei seien jedoch „große Datenmengen abgeflossen“. 

Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung vom Dienstag soll der abgegriffene Datensatz rund 421.200 E-Mails umfassen. Darunter sollen auch Nachrichten der AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel und des früheren Parteichefs Alexander Gauland sein. 

Im Internet kursiert der Link zu einer Website, auf der eine Übersicht der internen AfD-Mails dargestellt sein soll. Eine Auswahl der dort veröffentlichten E-Mails, deren Echtheit bislang nicht unabhängig bestätigt ist, enthält unter anderem Holocaust-Leugnung und rassistische Hetze. In einer E-Mail wird Adolf Hitler als „großer Mann“ bezeichnet, dessen Geburtstag nicht „tabuisiert“ werden dürfe. In einer anderen fordert offenbar ein AfD-Mann ein härteres Vorgehen an den deutschen Grenzen. Man müsse auf Einwanderer schießen, „am besten auf die Beine, damit sie nicht weiterkommen“, heißt es darin. 

Die meisten der vom Hackerangriff betroffenen Postfächer sind laut Parteiangaben seit Jahren nicht mehr genutzt worden. Aktuelle Postfächer des AfD-Bundesverbands seien nicht betroffen. Der bereits im September erfolgte Angriff wurde demnach „rasch“ erkannt und beendet. Die Besitzer der Postfächer und die Datenschutzbeauftragte seien „umgehend“ informiert worden, erklärte die AfD. „Wir stehen in engem Austausch mit den Sicherheitsbehörden und haben den digitalen Angriff und die Publikation der Daten angezeigt.“

„Das Geschehene besorgt uns sehr“, betonte die Partei. Der digitale Angriff sei strafrechtlich relevant. „Zudem ist er ein Angriff auf das deutsche Parteiensystem und damit auf die Demokratie.“

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen