WELT
2 Min. Lesezeit
Putin schlägt Trump und Xi offenbar Ukraine-Gipfel vor
Russlands Präsident Putin schlägt einem Medienbericht zufolge ein Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi vor. Ziel sei es, ein Ende des Ukraine-Krieges zu Moskaus Bedingungen auszuhandeln.
Putin schlägt Trump und Xi offenbar Ukraine-Gipfel vor
Foto: -/REUTERS (Archiv)

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einem Zeitungsbericht zufolge offenbar ein Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping vorgeschlagen, um ein Ende des vierjährigen Ukraine-Krieges zugunsten Moskaus auszuhandeln. Dies berichtete das „Wall Street Journal“ am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf mit den Diskussionen vertraute Personen. Der Kreml habe vorgeschlagen, den Dialog am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels (Apec) am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen abzuhalten, hieß es in dem Bericht weiter.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte der Zeitung, dass über eine mögliche Zusammenkunft diskutiert werde. „Es gibt noch keine klaren Vorstellungen über das Treffen selbst oder dessen mögliche Tagesordnung, obwohl alle drei Parteien die hypothetische Möglichkeit anerkennen, dass ein solches Treffen stattfindet“, sagte er dem Blatt. Einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge hat Trump einem solchen Gipfel noch nicht zugestimmt, könnte der Idee gegenüber jedoch aufgeschlossen sein.

Wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen mit dem Vorgang vertrauten ehemaligen russischen Geheimdienstmitarbeiter weiter berichtete, geht Putins Vorschlag auf ein Telefonat mit Trump vom 9. Oktober zurück. Bei dem Gespräch sei auch das Diesel-Geschäft zwischen den beiden Ländern zustande gekommen. Trump hatte zudem am Freitag per Dekret wichtige Sanktionen gegen Moskau aufgehoben. Das Weiße Haus sowie die russischen und chinesischen Botschaften in Washington reagierten zunächst nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters nach einer Stellungnahme. Auch der Kreml war außerhalb der regulären Geschäftszeiten zunächst nicht zu erreichen.

QUELLE:REUTERS