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USA: Landesweite Kundgebungen gegen Trump vor wichtigen Zwischenwahlen
In allen 50 US-Bundesstaaten haben sich unter dem Motto „No Kings“ zahlreiche Menschen gegen Präsident Donald Trump versammelt. Die Kundgebungen sollten für die Zwischenwahlen im November mobilisieren.
USA: Landesweite Kundgebungen gegen Trump vor wichtigen Zwischenwahlen
Los Angeles, USA, 17.10.2026 / Foto: -/REUTERS

In den USA haben sich am Samstag (Ortszeit) zahlreiche Menschen an Hunderten Orten zu „No Kings“-Kundgebungen gegen US-Präsident Donald Trump versammelt. Die Verantwortlichen werfen Trump vor, die Demokratie zu gefährden und sich wie ein Alleinherrscher zu benehmen. In Metropolen wie Atlanta, Dallas, Los Angeles und New York City sowie zahlreichen Kleinstädten wurden Menschen ermutigt, an den Zwischenwahlen am 3. November teilzunehmen. Bei diesen Wahlen kandidieren Kongressmitglieder, Gouverneure und Landtagsabgeordnete. Trumps Republikaner könnten im Kongress ihre Mehrheiten verlieren.

Es war die vierte „No Kings“-Kundgebung („Keine Könige“) gegen Trump. Die erste fand im Juni vergangenen Jahres statt. Es folgten Demonstrationen mit mehreren Millionen Teilnehmenden im Oktober 2025 und im März 2026. Die Kundgebung am Samstag sei mehr als ein Protest, betonte der Co-Direktor des federführenden Verbandes „Indivisible“, Ezra Levin, im Fernsehsender „MS NOW“.

„Demokratie, nicht Oligarchie“

Menschen würden zum Wählen mobilisiert, wenn möglich durch vorzeitige Stimmabgabe. Der Sieg müsse so deutlich ausfallen, dass Trump ihn nicht in Frage stellen könne. Levin beschrieb „No Kings“ als Protest „alltäglicher Menschen“, während Eliten sich Trump gebeugt hätten. „Demokratie, nicht Oligarchie“ stand auf Schildern und Bannern, auf anderen „Stoppt Trump“ und „Leiste Widerstand, als wäre es Deutschland 1938“. Der Präsident stehe nicht über dem Gesetz, sagte in Atlanta in Georgia ein Sprecher des Bürgerrechtsverbandes „National Urban League“.

Laut Umfragen liegt die Demokratische Partei bei den Zwischenwahlen vielerorts vor Trumps Republikanischer Partei. In den meisten Staaten dürfen Bürger lange vor dem Wahltag Stimmzettel per Post oder in Wahllokalen abgeben. Trump hat häufig behauptet, dass Demokraten mit der Briefwahl und vorzeitiger Stimmabgabe Wahlbetrug begingen, ohne allerdings Fakten dafür vorzulegen. In den zurückliegenden Wochen allerdings hat sich der Präsident im Wahlkampf engagiert, um seine Leute zur vorzeitigen Stimmabgabe zu bewegen.

Die „No-Kings“-Proteste zählen mutmaßlich zu den größten Kundgebungen in der Geschichte der USA. Eine Koalition von mehr als 200 Gewerkschaften und Bürgerverbänden unterstützte die Kundgebungen am Samstag. Trump machte am selben Tag Wahlkampf im Bundesstaat Kentucky. US-weite Teilnehmerzahlen für „No Kings“ lagen zunächst nicht vor. Laut „Indivisible“ waren mehr als 3.000 Kundgebungen geplant.

QUELLE:EPD