Die palästinensische Widerstandsorganisation Hamas soll laut US-Kreisen und Quellen aus dem umstrittenen „Friedensrat“ einer Entwaffnung zugestimmt haben. Über Vermittler hätten diese „dem finalen Text des Zeitplans zugestimmt, wie er ihnen in unserer letzten Vermittlungssitzung vorgelegt wurde“, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag (Ortszeit). Dies schließe auch einen Artikel ein, der „die vollständige Entwaffnung“ beinhalte.
Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump verkündet, dass der von den USA initiierte „Friedensrat“ eine Vereinbarung zur „vollständigen Entwaffnung“ der Hamas im Gazastreifen erzielt habe.
In den kommenden Wochen müssten weitere Details ausgearbeitet werden, hieß es nun den Quellen zufolge weiter. „Ich denke, wir können in den nächsten ein bis zwei Monaten Fortschritte sehen“, sagte ein ranghoher Regierungsbeamter. Eine andere Quelle aus Kreisen des „Friedensrates“ stellte für das gesamte Vorhaben einen Zeithorizont von „200 bis 350 Tagen“ in Aussicht. Genauere Angaben könnten erst dann gemacht werden, sobald „ein Zeitplan für jede Phase“ vereinbart worden sei.
In Trumps umstrittenem Friedensplan ist zudem ein schrittweiser Abzug der israelischen Truppen aus dem abgeriegelten Küstenstreifen vorgesehen.
Trump hatte den umstrittenen „Friedensrat“ Ende Januar am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos gegründet. Der US-Präsident ist Vorsitzender auf Lebenszeit, entscheidet über die Einladungen zur Teilnahme und hat ein Vetorecht bei allen Abstimmungen. Insgesamt 19 Länder unterzeichneten die Gründungscharta. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben den USA unter anderem Israel, Ägypten, Katar und Türkiye. Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind keine Mitglieder. Sie sehen Trumps „Friedensrat“ als parteiische Konkurrenz zu den Vereinten Nationen.
Der „Friedensrat“ ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für Gaza, die ein dauerhaftes Kriegsende und die Entwaffnung der palästinensischen Widerstandsorganisation Hamas vorsieht.
Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Am 10. Oktober 2025 trat eine Waffenruhe auf Grundlage des US-Friedensplans in Kraft, die jedoch immer wieder von Israel gebrochen wird.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden während der Waffenruhe mindestens 1.209 Palästinenser getötet. Demnach tötete Israel seit Oktober 2023 mehr als 73.350 Menschen in Gaza und verletzte mindestens 174.052 weitere.























