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Guterres-Nachfolge: Zweiter Stimmungstest im Sicherheitsrat
UN-Generalsekretär Guterres scheidet mit dem Ende des Jahres aus dem Amt. Acht Kandidaten befinden sich aktuell im Rennen um den Posten als oberster Diplomat der Vereinten Nationen.
Guterres-Nachfolge: Zweiter Stimmungstest im Sicherheitsrat
Blick in den Sitzungssaal vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (Security Council). / Foto: Michael Kappeler/dpa

Das Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres geht in die nächste Runde. Der UN-Sicherheitsrat soll laut Diplomatenkreisen an diesem Freitag um 10.00 Uhr (16.00 MESZ) zu einer weiteren Probeabstimmung über die Personalie zusammenkommen. Die Abstimmung ist geheim. Auf den Stimmungstest könnten noch weitere folgen.

Der Sicherheitsrat ernennt einen Kandidaten mit mindestens 9 Stimmen der 15 Mitglieder. Die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates können Kandidaten mit einem Veto verhindern. António Guterres Amtsperiode endet am 31. Dezember.

„Der nächste Generalsekretär muss eine Führungspersönlichkeit sein, die – im Einklang mit dem Völkerrecht und der UN-Charta – eine klare, prinzipientreue Haltung mit Effizienz, Kompetenz, Integrität und Widerstandsfähigkeit verbindet“, sagte Sanita Pavļuta-Deslandes, UN-Botschafterin für Lettland, deren Land derzeit als nicht ständiges Mitglied in dem mächtigsten UN-Gremium sitzt. Ebenso wichtig sei ein „entschiedenes Bekenntnis zum Multilateralismus, zur Rechenschaftspflicht und zur internationalen regelbasierten Ordnung“, so die Diplomatin über die Erwartungen ihres Landes.

Bisher sind acht Kandidaten für das Amt nominiert: die costa-ricanische Diplomatin Rebeca Grynspan, die laut Diplomatenkreisen als Gewinnerin aus einer ersten Abstimmung hervorging, der argentinische Chef der Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, Senegals Ex-Präsident Macky Sall, Guyanas UN-Botschafterin in New York, Carolyn Rodrigues Birkett, die ehemalige Präsidentin der UN-Generalversammlung, María Fernanda Espinosa, aus Ecuador, Chiles erste Präsidentin Michelle Bachelet, Olara Otunnu, Politiker und Diplomat aus Uganda und die ecuadorianische Diplomatin Ivonne A-Baki.

QUELLE:DPA