Ein israelischer Soldat soll im Südlibanon eine Marienstatue geschändet haben. Auf in sozialen Medien verbreiteten Aufnahmen sei zu sehen, wie ein Soldat rauchend vor der Statue steht und ihr eine Zigarette in den Mund steckt, berichtete der israelische öffentlich-rechtliche Sender KAN am Mittwoch. Der Vorfall werde geprüft, teilte das israelische Militär mit.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie mutmaßlicher Angriffe auf christliche Symbole und religiöse Stätten in christlich geprägten Orten im Südlibanon ein. Zu den jüngsten Fällen zählt nach Medienberichten auch die Zerstörung einer Jesus-Statue durch einen israelischen Soldaten im Südlibanon. Die Berichte sorgen insbesondere in christlichen Gemeinschaften international für Kritik.
Auch in Jerusalem kam es zuletzt zu Spannungen rund um christliche Feiertage. Die israelische Polizei hinderte den lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, während der Osterfeierlichkeiten daran, die Grabeskirche in Ostjerusalem zu erreichen. Zudem wurden Einschränkungen für christliche Gläubige bei den Feierlichkeiten verhängt.
Darüber hinaus wurden mehrfach Vorfälle dokumentiert, bei denen israelische Siedler Kirchen und Geistliche in Jerusalem bespuckt haben sollen. Seit Beginn des israelischen Vernichtungskriegs im Oktober 2023 wurden zudem Angriffe auf Kirchen im Gazastreifen gemeldet.


















