Türkiye erwartet im Rahmen der Rüstungs- und Luftfahrtmesse SAHA 2026 in Istanbul Exportverträge im Umfang von rund acht Milliarden US-Dollar. Die Vertragsabschlüsse werden voraussichtlich während der fünftägigen Messe finalisiert, erklärte der Leiter des Präsidiums für Verteidigungsindustrien, Haluk Görgün, am Dienstag.
Die im Istanbul Expo Center ausgerichtete und von SAHA Istanbul organisierte Messe hat sich zu einem der größten Branchentreffen Europas entwickelt. Hunderte Unternehmen und Delegationen aus mehr als 120 Ländern nehmen teil. Experten sehen darin ein Zeichen für die wachsende internationale Bedeutung der türkischen Verteidigungsindustrie.
Rasanter Ausbau der Branche
Seit ihrer Premiere im Jahr 2018 hat sich die Messe rasant vergrößert: Aus den anfänglichen 180 Unternehmen ist eine weitläufige Veranstaltung mit einer Fläche von über 120.000 Quadratmetern geworden, die fast 200 internationale Delegationen empfängt.
Auch die türkische Verteidigungsindustrie hat in den vergangenen Jahren erheblichen Zuwachs verzeichnet. Produziert werden Systeme für Land-, Luft-, See- und Raumfahrt. Die Lokalisierungsquote liegt inzwischen bei über 80 Prozent. Damit ist der Anteil an Produktion, Beschaffung oder Dienstleistungen gemeint, der direkt im Zielmarkt erbracht wird, statt importiert zu werden.
Türkiye exportiere mittlerweile mehr als 230 Verteidigungsprodukte in 185 Länder, erklärte Görgün. Demnach erreichten im vergangenen Jahr die Exporte der Branche mit 10,5 Milliarden US-Dollar einen Höchststand. In den ersten vier Monaten dieses Jahres seien bereits Aufträge im Umfang von knapp sieben Milliarden US-Dollar gesichert worden. „Mit dieser Messe wird diese Zahl weiter steigen“, so Görgün.




















