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Paris ermittelt zu Gewalt gegen Gaza-Aktivisten
Frankreich leitet Ermittlungen zu mutmaßlicher Gewalt gegen Gaza-Friedensaktivisten ein. Im Fokus stehen Vorwürfe von Folter und Kriegsverbrechen nach der israelischen Erstürmung einer Hilfsflotte.
Paris ermittelt zu Gewalt gegen Gaza-Aktivisten
Paris ermittelt zu Gewalt gegen Gaza-Aktivisten / Foto: AA

Frankreichs Antiterror-Staatsanwaltschaft hat wegen der Misshandlung von Gaza-Aktivisten durch Israel ein Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Folter und Kriegsverbrechen eingeleitet. Die Ermittlungen seien der Zentralstelle zur Bekämpfung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit übertragen worden, teilte die Antiterror-Staatsanwaltschaft in Paris mit.

Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hatte die Justiz eingeschaltet, nachdem der französische Generalkonsul in Türkiye von sexueller Gewalt, Schlägen und Erniedrigung französischer Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte gesprochen hatte. Israel bestreitet die Vorwürfe von körperlicher und sexualisierter Gewalt.

Hilfsflotte in internationalen Gewässern geentert

Israel hatte Mitte Mai eine aus mehr als 50 Booten bestehende Gaza-Hilfsflotte in internationalen Gewässern bei Zypern überfallen. Rund 430 Aktivisten wollten die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen. Das israelische Außenministerium sprach von einer „PR-Aktion im Dienste der Hamas“.

Ein Video des rechtsextremen israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir, das festgenommene Gaza-Aktivisten in demütigender Weise zeigte, hatte internationale Empörung ausgelöst.  In den Aufnahmen ist zu sehen, wie der Minister mit einer Gruppe Anhängern und zwischen gefesselten Aktivisten umhergeht und triumphierend eine israelische Flagge schwenkt. Frankreich hatte aus Empörung über den Vorfall bereits den israelischen Botschafter einbestellt und ein Einreiseverbot gegen Polizeiminister Ben-Gvir verhängt.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen