Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) berät am Montag bei einem Gipfel in Finnland mit EU-Partnern über die Strategie für die geopolitisch immer wichtiger werdende Arktis. Der CDU-Vorsitzende ist dafür bereits am Sonntag in das finnische Rovaniemi gereist, das nur wenige Kilometer vom Polarkreis entfernt liegt.
Merz ist seit dem Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt zu Hause massiv unter Druck. Bei den in einer Woche anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin geht es auch um seine politische Zukunft. Die Reise zum Arktis-Gipfel war ihm aber dennoch wichtig, um ein Zeichen an die EU- und Nato-Partner zu senden, dass sich Deutschland auch in dieser Region engagiert.
Sicherheitsfragen werden ein besonderer Schwerpunkt des Gipfels sein. Finnland hat eine mehr als 1.300 Kilometer lange Grenze zu Russland und ist unter anderem deswegen erst kürzlich in die Nato eingetreten.
Aus Brüssel werden in Rovaniemi, der Hauptstadt von Lappland, unter anderem Ratspräsident António Costa und die Außenbeauftragte Kaja Kallas erwartet. Außerdem nimmt die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen teil, die sich mit Besitzansprüchen von US-Präsident Donald Trump auf Grönland konfrontiert sieht. Trump argumentiert, dass Dänemark die riesige Arktisinsel nicht vor Russland und China schützen könne. Das weitgehend autonome, aber zum Königreich Dänemark gehörende Territorium ist wegen seiner militärstrategischen Lage, aber auch wegen der dort vermuteten Bodenschätze interessant.























