TÜRKİYE
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Türkiye verurteilt israelischen Minister wegen Eindringens auf Al-Aqsa-Gelände
Erneut dringt ein israelischer Minister begleitet von extremistischen Siedlern in den Al-Aqsa-Komplex ein. Scharfe Kritik kommt aus Ankara.
Türkiye verurteilt israelischen Minister wegen Eindringens auf Al-Aqsa-Gelände
Türkiye verurteilt israelischen Minister wegen Eindringens auf Al-Aqsa-Gelände / Foto: Reuters

Türkiye hat das Eindringen eines israelischen Ministers und extremistischer Siedler in den Komplex der Al-Aqsa-Moschee scharf verurteilt. Derartige Provokationen richteten sich gegen den „historischen“ und „rechtlichen Status“ der Al-Aqsa-Moschee, hieß es in der Erklärung des türkischen Außenministeriums von Donnerstag. 

Am Mittwoch war der israelische Minister für die Entwicklung der Peripherie, des Negev und Galiläas, Yitzhak Wasserlauf, auf das Gelände der Al-Aqsa-Moschee eingedrungen. Er wurde dabei von extremistischen Siedlern begleitet. Wasserlauf gehört der rechtsextremen Partei Otzma Yehudit von Polizeiminister Itamar Ben-Gvir an. Beide Minister waren bereits in der Vergangenheit in den Al-Aqsa-Komplex eingedrungen und lösten damit weltweit Empörung aus.

Die internationale Gemeinschaft müsse hierbei ihrer „Verantwortung zum Schutz der legitimen Rechte“ der Palästinenser nachkommen. Das gelte auch für die Verstöße Israels im besetzten Ostjerusalem, so das Außenministerium. 

Auch der türkische Kommunikationsdirektor Burhanettin Duran verurteilte den Vorfall. Er sprach von einem Angriff auf religiöse Werte, den regionalen Frieden und das menschliche Gewissen. 

Rechtsextreme Gruppen in Israel hatten im Vorfeld des Jahrestags der israelischen Besetzung Ostjerusalems im Jahr 1967 dazu aufgerufen, auf das Al-Aqsa-Gelände einzudringen. Nach dem hebräischen Kalender markiert der kommende Freitag den Jahrestag der Besetzung.

QUELLE:TRT Deutsch