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Stauffenberg-Enkel entsetzt über Äußerungen bei AfD-Wahlkampfveranstaltung
Ein Kabarettist hatte bei einer AfD-Veranstaltung mit Blick auf Kanzler Merz gefragt, „wo eigentlich Stauffenberg ist, wenn man ihn mal wirklich braucht“. Der Enkel des Hitler-Attentäters kritisiert die Aussage scharf.
Stauffenberg-Enkel entsetzt über Äußerungen bei AfD-Wahlkampfveranstaltung
14.07.2026, Sachsen-Anhalt, Dessau-Roßlau: Ulrich Siegmund (l-r, AfD), Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 6. September, Tino Chrupalla, AfD-Bunde / dpa

Der Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg hat die Äußerungen des Kabarettisten Uwe Steimle bei einer AfD-Veranstaltung in Dessau scharf kritisiert. Karl Graf von Stauffenberg warf Steimle in der „Bild“-Zeitung von Donnerstag „Geschichtsklitterung par excellence“ vor. „Mein Großvater wird in den Schmutz gezogen – es ist ganz grauenhaft.“

Steimle hatte bei der Veranstaltung mit Blick auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gesagt: „Wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?“ Gemeint war Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 mit einem Bombenattentat versuchte, Adolf Hitler zu töten und die NS-Diktatur zu stürzen.

Der Enkel des Widerstandskämpfers warf Steimle vor, Merz und Hitler gleichzusetzen - das sei ganz schlimm und „eine Verharmlosung des Dritten Reichs“. Wegen der Veranstaltung ermittelt nach einem Bericht des „Spiegel“ die Staatsanwaltschaft. Steimle soll auch darüber gesprochen haben, die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „an die Wand“ zu stellen.

Auf der Veranstaltung mit dem AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla und Sachsen-Anhalts Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wurde auch die frühere DDR-Nationalhymne gesungen.

QUELLE:AFP