Acht mehrheitlich muslimische Länder haben Israel für Brandanschläge auf zwei Moscheen im palästinensischen Westjordanland verantwortlich gemacht. Die Außenminister von Türkiye, Saudi-Arabien, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Indonesien, Pakistan und Ägypten verurteilten am Donnerstag in einer gemeinsamem Erklärung „die anhaltende und eskalierende Gewalt von Siedlern gegen Palästinenser im besetzten Westjordanland“. Israel sei „als Besatzungsmacht für diese Angriffe verantwortlich“.
Israelische Siedler hatten am Mittwoch nach palästinensischen Angaben in zwei Dörfern im besetzten Westjordanland zwei Moscheen angegriffen und teilweise in Brand gesetzt.
AFP-Journalisten entdeckten an der Moschee in dem Dorf Dschildschilija Brandspuren. Außerdem waren auf Hebräisch Worte wie „Rache“, „Die Nacht der Moscheen“ und „Grüße von der Hügeljugend“ auf die Wände geschrieben worden. Die Hügeljugend ist eine Bewegung extremistischer jüdischer Siedler.
Israel besetzt seit dem Sechstagekrieg 1967 das palästinensische Westjordanland und Ostjerusalem. Heute leben dort rund 700.000 Israelis in mehr als 250 illegalen Siedlungen. Immer wieder kommt es dort zu Übergriffen auf Palästinenser durch extremistische Siedler und israelische Besatzungstruppen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den israelischen Siedlungsbau in einer Resolution aus dem Jahr 2016 und stufte ihn als völkerrechtswidrig ein.























