In der Straße von Hormus ist erneut ein Öltanker angegriffen worden. Er sei während der Ausfahrt aus der Meerenge von „drei unbekannten Geschossen“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht zum Dienstag. Der Vorfall habe sich rund 30 Kilometer östlich des omanischen Ortes Khasab ereignet. Es gebe keine Verletzten.
Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar. Er erfolgte, nachdem es in der Nacht zum Montag erstmals seit Ende Juli wieder zu gegenseitigen Angriffen zwischen dem Iran und den USA gekommen war. Das US-Militär attackierte dabei nach eigenen Angaben Einheiten der iranischen Revolutionsgarden, die angeblich Minen in der Straße von Hormus legen wollten. Der Iran reagierte daraufhin mit Vergeltungsschlägen auf Stützpunkte des US-Militärs in Jordanien. Sie wurden jordanischen Angaben zufolge abgefangen. Iranische Medien berichten von Treffern.
Seit Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran Ende Februar halten die iranischen Streitkräfte die Straße von Hormus für die USA, Israel und ihre Verbündeten gesperrt. Handelsschiffe anderer Länder dürfen die Straße zum Teil passieren, wenn sie sich an die Vorgaben aus Teheran halten
Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von iranischer Seite kontrolliert. Normalerweise erfolgt dort rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports. Die Situation in der Meerenge nach Beginn des Iran-Kriegs ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.























