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Afrika-Horn: Türkische und somalische Streitkräfte befreien von Piraten gekapertes Schiff
Piraten kapern ein Frachtschiff am Horn von Afrika. Türkische und somalische Streitkräfte eilen zur Hilfe und befreien das Schiff. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art vor der somalischen Küste.
Afrika-Horn: Türkische und somalische Streitkräfte befreien von Piraten gekapertes Schiff
Puntland, Somalia / Foto: Abuukar Mohamed Muhidin/AA (Archiv)

Türkische und somalische Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung in Mogadischu ein am Horn von Afrika von Piraten gekapertes Frachtschiff befreit. Bei dem zehntägigen Militäreinsatz seien 14 Piraten getötet und vier ihrer Boote zerstört worden, erklärte das somalische Verteidigungsministerium am Samstag. Der anhaltende militärische Druck habe die übrigen Piraten schließlich gezwungen, das Schiff zu verlassen.

Die unter kamerunischer Flagge fahrende „MV Latuf“ war am 17. August vor der Küste des nordostsomalischen Bundesstaats Puntland gekapert worden. Das türkische Militär habe das Schiff anschließend gesichert, es habe seine Fahrt wieder aufgenommen, erklärte das Ministerium. Nach Angaben aus Puntland befanden sich mindestens acht Besatzungsmitglieder an Bord, darunter ein Türke.

Nach Angaben des Schiffsportals Marine Traffic war der Frachter Ende Juli aus Türkiye ausgelaufen und auf dem Weg nach Daressalam in Tansania. Internationale Medien berichteten, er habe angeblich Waffen transportiert. Weder die somalische Zentralregierung noch die Behörden in Puntland bestätigten dies auf Anfrage von AFP.

Vor der somalischen Küste hat die Piraterie in diesem Jahr wieder deutlich zugenommen. Nach einer AFP-Auswertung von Daten der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO ereigneten sich seit Jahresbeginn mindestens 15 Angriffe, so viele wie seit 2013 nicht mehr. Mindestens fünf Schiffe befinden sich weiterhin in der Gewalt somalischer Piraten.

In den 2000er Jahren waren Piratenangriffe vor Somalia weit verbreitet und erreichten 2011 mit rund 200 registrierten Attacken einen Höhepunkt. Internationale Marineeinsätze und neue Schutzmaßnahmen der Reedereien ließen die Zahl danach stark sinken. Seit April häufen sich die Überfälle jedoch wieder. Die Gewässer am Horn von Afrika liegen an wichtigen Routen des internationalen Schiffsverkehrs.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen