Nach den völkerrechtswidrigen US-Angriffen im Süden des Irans ist staatlichen Angaben zufolge die Trinkwasserversorgung für mindestens 10.000 Menschen in dem Land unterbrochen. Hintergrund sei die Bombardierung einer Meerwasserentsalzungsanlage in der Küstenregion Dschask, berichtete der Pressedienst der iranischen Regierung unter Berufung auf die Wasserwerke der Provinz Hormusgan. Betroffen sind demnach 20 Dörfer an der Küste.
Das US-Militär greift nach eigenen Angaben Ziele im Süden Irans an, um dessen Fähigkeit zum Beschuss der Straße von Hormus zu schwächen. Bewohner und iranische Journalisten berichten in den sozialen Medien jedoch auch von Angriffen auf zivile Einrichtungen, darunter Brücken, Straßen und kritische Infrastruktur. Angesichts von Temperaturen weit über 40 Grad sind Attacken auf die Wasserversorgung für die Bevölkerung besonders gravierend.
Der als Vahid bekannte Netzjournalist berichtete auf Telegram über massive Angriffe in der Hafenstadt Bandar Abbas, die seit Tagen bombardiert wird. „Gerade war eine schlimme Explosion zu hören, sodass die Fenster gewackelt haben. Die ganze Zeit ist das Geräusch von Kampfflugzeugen am Himmel zu hören“, zitierte der in den USA ansässige Journalist einen Bewohner.
Seit Anfang April galt im völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran eine brüchige Waffenruhe. In jüngster Zeit war es aber wegen des Streits um die freie Durchfahrt durch die für den weltweiten Handel wichtige Straße von Hormus immer wieder zu Kämpfen gekommen. Trump erklärte die Waffenruhe deshalb in der vergangenen Woche für beendet.
Die USA und der Iran hatten Mitte Juni ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das binnen 60 Tagen zu einem Friedensabkommen führen sollte. Rund die Hälfte der Zeit ist vorbei, ohne dass sich beide Seiten angenähert haben.























